IQ Netzwerk Niedersachsen - Newsletter 04/2017

 

 

Liebe interessierte Leserinnen und Leser,

hiermit erhalten Sie den vierten Newsletter des IQ Netzwerkes Niedersachsen im Jahr 2017!

Wir wünschen allen viel Spaß beim Lesen!

Ihr IQ Team!

 


© IQ Netzwerk Niedersachsen, RKW Nord GmbH

23.06.2017

 

IQ im Gespräch"

"Wir haben noch so viel in Deutschland zu tun" Konstantina Vassiliou-Enz setzt sich für Vielfalt im Medienalltag und in Deutschlands Redaktionen ein. Journalisten sollten nicht einfach reproduzieren, was die Politik vorgebe, so die Aktivistin der Neuen Deutschen Medienmacher. Wir trafen sie am Rande ihres Seminars „Professionell berichten über Migration und Integration“ am 30. Mai in der RTL-Journalistenschule in Köln. mehr

Interessantes rund um das IQ Netzwerk Niedersachsen und die RKW Nord GmbH

Neues Projekt fördert die Gewinnung potenzieller Fachkräfte in Südniedersachsen Im Rahmen der Offenen Hochschule Niedersachsen (OHN) wird derzeit ein neues Förderangebot realisiert, das es noch an keiner anderen deutschen Hochschule gibt. mehr

Workshops und Beratung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zum Thema "Integration internationaler Fachkräfte" in Niedersachsen RKW Nord GmbH startet mit neuem Projekt für Beratungsexpertinnen und -experten. „Wo bekomme ich Fachkräfte aus dem Ausland her? Welche arbeits- und aufenthaltsrechtlichen Rahmenbedingungen muss ich beachten?“ Und wie schaffe ich es, dass sie auch da bleiben?“ mehr

BMBF und IQ Netzwerk Niedersachsen zu Gast in Oldenburg - Pädagogin aus Delmenhorst bekommt Anerkennungszuschuss des BMBF Fachleute aus dem IQ Netzwerk trafen sich am 22. und 23. Mai in Oldenburg. Im Kulturzentrum ging es an zwei Tagen neben dem neuen Anerkennungszuschuss um Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung in Niedersachsen, die Integration von Geflüchteten und den Studiengang „Pädagogisches Handeln in der Migrationsgesellschaft“ der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. mehr

Dokumentation zur Fachtagung jetzt online: Erfolgsfaktor Anerkennung - eine Chance für internationale Fachkräfte und Unternehmen Am 23. Februar fand die Fachtagung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und des IQ Netzwerkes Niedersachsen "Vielfalt - unsere Zukunft" in Hannover statt. Fachleute und Interessierte diskutierten aktuelle und künftige Herausforderungen bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. mehr

"Beginnt Integration mit Sprache oder entwickelt sich Sprache mit Integration?" Am 30. Mai war der 5. Deutsche Diversity Tag. In ganz Deutschland haben Unternehmen und Institutionen mit einer Aktion diesen Tag unterstützt. Unser Teilprojekt „Einwanderung“ hat sich mit einer Veranstaltung zum Thema Sprache beteiligt. mehr

Neue MINT Qualifizierungsmaßnahme in Oldenburg gestartet Am 12. Juni ist zum ersten Mal in Oldenburg die Brückenmaßnahme für Akademikerinnen und Akademiker im MINT Bereich gestartet. Die 22 Teilnehmenden kommen aus Syrien, Afghanistan, Irak, Polen, Russland, Ukraine und Jordanien. Sie haben alle im Ausland ein Hochschulstudium im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik (MINT) abgeschlossen. mehr

"Mühsam nach einer Lösung gesucht" Resmija Emini kam 2015 mit Einser-Abschluss und ersten Berufserfahrungen als Krankenschwester von Serbien nach Deutschland. Qualifizierte Fachkräfte wie sie sind in Deutschland gefragt und doch dauerte es Monate bis zum ersehnten Job. Heute arbeitet die 23-jährige als Gesundheits- und Krankenpflegerin im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende und plant bereits ein berufsbegleitendes Studium. Ihr Arbeitgeber und das Team des IQ Netzwerkes in Göttingen haben ihr dabei geholfen. mehr

"Kenne deine Rechte! - Informationen für weibliche Geflüchtete" Der Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. und das IQ Netzwerk Niedersachsen haben eine neue Broschüre herausgebracht, die sich speziell an geflüchtete Frauen richtet. Frauen sind auf der Flucht vermehrt von Gewalt, Traumatisierung oder Familientrennung betroffen. Diese Gefahren machen vor keiner Ländergrenze halt und so sind viele geflüchtete Frauen auch in Deutschland Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt. mehr

Fact Sheet zur Verbesserung des Arbeitsmarktzugangs durch interkulturelle Kompetenzentwicklung Im aktuellen Fact Sheet des Förderprogramms IQ finden sich zusammengefasst und aufbereitet Informationen zum Thema interkulturelle Kompetenzentwicklung. Das IQ Fact Sheet richtet sich speziell an Arbeitsmarktdienstleister. mehr

5 Fragen an"

Neue Unterstützung für das Maßnahmemanagement im IQ Netzwerk Niedersachen  Für unseren aktuellen Newsletter hat unser neuer Kollege Moqem Omari von sich und seiner Arbeit erzählt. Er hat vor Kurzem seinen Master in Politikwissenschaft an der Universität Osnabrück abgeschlossen und seit Anfang April unterstützt er das IQ Netzwerk Niedersachsen im Bereich Maßnahmemanagement. mehr

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IQ im Gespräch"

"Wir haben noch so viel zu tun in Deutschland"

Konstantina Vassiliou-Enz setzt sich für Vielfalt im Medienalltag und in Deutschlands Redaktionen ein. Journalisten sollten nicht einfach reproduzieren, was die Politik vorgebe, so die Aktivistin der Neuen Deutschen Medienmacher. Wir trafen sie am Rande ihres Seminars „Professionell berichten über Migration und Integration“ am 30. Mai in der RTL-Journalistenschule in Köln.

 

Konstantina Vassiliou-Enz
© IQ Netzwerk Niedersachsen / RKW Nord GmbH

Frau Vassiliou-Enz, die Neuen Deutschen Medienmacher agieren als Verein seit 2009. Trägt Ihr Engagement für mehr Vielfalt in den Medien Früchte?

Absolut. Wir sind von einem kleinen Verein mit ehrenamtlich Aktiven zu einem Verein mit Geschäftsstelle, Geschäftsführung und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gewachsen. Anfänglich wurden wir nur als Nischenthema wahrgenommen. Heute werden wir zu Integrationsgipfeln mit Frau Merkel eingeladen, wenn das Thema Medien auf dem Programm steht. Obwohl wir ein kleiner Player sind, verglichen mit großen Journalisten-Zusammenschlüssen wie dem Deutschen Journalisten-Verband, sind wir heute vorne mit dabei. Wir sind auch die einzigen, die das Thema „Medien und Migration“ wirklich bearbeiten. 

 Das vollständige Interview finden Sie hier.

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Interessantes rund um das IQ Netzwerk Niedersachsen und die RKW Nord GmbH

Neues Projekt fördert die Gewinnung potenzieller Fachkräfte in Südniedersachsen

In Kooperation mit der Offenen Hochschule Niedersachsen (OHN) wird derzeit ein neues Förderangebot realisiert, das es noch an keiner anderen deutschen Hochschule gibt.

Es richtet sich an Akademikerinnen und Akademiker mit ausländischen Hochschulabschlüssen, die ein ergänzendes Studium in Deutschland anstreben, um ihre beruflichen Perspektiven in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Für diese potenziellen Studieninteressierten gibt es bisher keine studienvorbereitenden Angebote bis zur Immatrikulation. Sie werden über das neue Projekt nun bereits in den Deutschsprachkursen frühzeitig angesprochen. Ziel ist die Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Es sollen mehr ausländische Studieninteressierte gewonnen und ihr Verbleib als Fachkräfte in der Region gefördert werden.

Das Angebot umfasst zwei Schwerpunktbereiche: ein umfangreiches Qualifizierungsangebot sowie die Anbindung an ein Mentoring-Programm, an dem verschiedene regionale Akteure mitwirken, z.B. Studierendeninitiativen und Unternehmen, die künftig schneller angehende Fachleute treffen und rekrutieren können – z.B. aus den Bereichen Maschinenbau, Umwelttechnik und Ökonomie.

Das Qualifizierungsangebot vereint folgende Aspekte: Studienberatungsleistung, Anerkennungsberatung, Kenntnisse und Wissen über Politik, Gesellschaft und Kultur in Deutschland, Netzwerkaufbau untereinander und mit deutschen Studierenden sowie Anteile eines interkulturellen Trainings. Ziel ist es, ein vertieftes Verständnis für das (studentische) Leben in Deutschland und eine aktive Einbindung in dieses zu erreichen.

Trägerin des Angebotes ist die Ländliche Heimvolkshochschule Mariaspring in Kooperation mit der Technischen Universität (TU) Clausthal. Mariaspring und die TU Clausthal bieten bereits seit 2011 unterschiedlichste Bildungsformate wie Sprachkurse und interkulturelle Seminare an. Als anerkannte Einrichtungen der Erwachsenenbildung erschließen damit beide Projektpartner den Förderbereich „Hochschule“ im Förderprogramm des IQ Netzwerkes Niedersachsen.

2017 und 2018 werden je sechs Qualifizierungen mit einer Dauer von fünf Tagen stattfinden. Die Koordinierung und Förderung der neuen Brückenmaßnahme erfolgt durch das IQ Netzwerk Niedersachsen und endet am 31.12.2018.

Nähere Auskünfte:
Ländliche Heimvolkshochschule Mariaspring, Melanie Haase, M.A. (Projektleitung), Telefon: 05594/9506-15 – haase@mariaspring.de

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Workshops und Beratung für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zum Thema "Integration internationaler Fachkräfte" in Niedersachsen

RKW Nord GmbH startet mit neuem Projekt für Beratungsexpertinnen und -experten

„Wo bekomme ich Fachkräfte aus dem Ausland her? Welche arbeits- und aufenthaltsrechtlichen Rahmenbedingungen muss ich beachten? Und wie schaffe ich es, dass sie auch da bleiben?“ Mit diesen und ähnlichen Fragen von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern haben die Partner im „Beratungsnetzwerk zur Integration internationaler Fachkräfte“ täglich zu tun. Sie arbeiten in Welcome Centern und Fachkräftebüros, bei Berufskammern oder Wirtschaftsförderungen und beraten Unternehmen zu allen Fragen der Gewinnung und Integration internationaler Fachkräfte. Damit sie in dem schnelllebigen und teils unübersichtlichen Spannungsfeld von Migration und Arbeitsmarkt handlungsfähig bleiben, wurde das Beratungsnetzwerk ins Leben gerufen.

Das Projekt, welches durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr finanziert und durch die RKW Nord GmbH koordiniert wird, dient dem Wissens- und Kompetenztransfer. Denn neben der Möglichkeit, sich mit anderen Akteurinnen und Akteuren auszutauschen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln, profitieren die Netzwerkpartner von kostenlosen Fortbildungen, Workshops und Beratung.

Marie-Theres Volk (Projektleiterin) und Harm Wurtmann (Geschäftsführung RKW Nord GmbH) beim Auftaktworkshop in Hannover, © RKW Nord GmbH

Als Trägerin des IQ Netzwerks Niedersachsen kann die RKW Nord GmbH dabei ihre Expertise zum Thema Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationshintergrund, ihren Expertenpool und den Zugang zum Fachwissen der bundesweiten IQ Fachstellen in das neue Projekt einbringen. Der Auftaktworkshop fand kürzlich in Hannover statt; weitere Workshops werden bis Ende 2018 in ganz Niedersachsen angeboten.

Alle Informationen zum Projekt finden Sie auf unserer Homepage.

Sind auch Sie einer Mitarbeit interessiert? Dann registrieren Sie sich online oder sprechen uns direkt an:

Marie-Theres Volk
volk[at]rkw-nord.de
Tel.: 0541 / 600 815-25

          

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BMBF und IQ Netzwerk Niedersachsen zu Gast in Oldenburg - Pädagogin aus Delmenhorst bekommt Anerkennungszuschuss des BMBF

Fachleute aus dem IQ Netzwerk trafen sich am 22. und 23. Mai in Oldenburg. Im Kulturzentrum ging es an zwei Tagen neben dem neuen Anerkennungszuschuss um Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung in Niedersachsen, die Integration von Geflüchteten und den Studiengang „Pädagogisches Handeln in der Migrationsgesellschaft“ der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Zaneta Rakoczy hat in Polen viele Jahre als Lehrerin und Erzieherin gearbeitet. Vor sieben Jahren kam sie in die Region Oldenburg. Jetzt möchte sie wieder in ihrem erlernten Beruf arbeiten, wusste aber nicht so recht, wie sie ihren polnischen Abschluss in Deutschland anerkennen lassen kann. Rakoczy war zu Gast auf der Tagung. Wer in Oldenburg, wie auch Rakoczy, Beratung sucht, findet sie beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW). Das BNW ist Partner im IQ Netzwerk Niedersachsen, zusammen richteten sie die jetzige Tagung aus.

Stefan Angermüller (BMBF), Zaneta Rakoczy, Diana Krahl (Forschungsinstitut Betriebliche Bildung) und Sabine Würdemann (IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberaterin beim BNW), v.l.
© IQ Netzwerk Niedersachsen/RKW Nord GmbH

Neben Zaneta Rakoczy war auch Stefan Angermüller vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vor Ort. Er überreichte Rakoczy in einer offiziellen Würdigung den sogenannten Anerkennungszuschuss in Form eines symbolischen Schecks. Für die 46-jährige Pädagogin ein wichtiger Schritt. Mit Hilfe des Zuschusses kann sie jetzt ihr Anerkennungsverfahren bezahlen. „Ich arbeite unter meiner eigentlichen Qualifikation und könnte mir ohne die Förderung die Anerkennung meines Abschlusses nicht leisten können“, so Rakoczy dankend. Ihr Ziel ist es, wieder in ihrem erlernten Beruf zu arbeiten.

„Das Ziel haben viele Zugewanderte in Deutschland. Mit der neuen Förderung wollen wir insbesondere Menschen unterstützen, denen die finanziellen Mittel fehlen. Und damit unterstützen wir dann auch die Arbeit des IQ Netzwerkes Niedersachsen“, betonte Angermüller während der Würdigung. Der Zuschuss wurde hiermit zum 100sten Mal in Niedersachsen vergeben.

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Dokumentation zur Fachtagung jetzt online: Erfolgsfaktor Anerkennung - eine Chance für internationale Fachkräfte und Unternehmen 

Am 23. Februar fand die Fachtagung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und des IQ Netzwerkes Niedersachsen "Vielfalt - unsere Zukunft" in Hannover statt. Fachleute und Interessierte diskutierten aktuelle und künftige Herausforderungen bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. In Vorträgen, Foren und einem Podiumsgespräch ging es unter anderem um internationale Fachkräfte in Unternehmen, die Neuausrichtung der berufsbezogenen Sprachförderung oder die Nachqualifizierung als wichtigen Baustein im Anerkennungsverfahren. Neben der Niedersächsischen Sozialministerin Cornelia Rundt haben Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, der Bundesagentur für Arbeit, Wirtschaft, Gewerkschaften und dem Flüchtlingsrat an der Fachtagung teilgenommen.

Eine Dokumentation über die Inhalte und die wichtigsten Ergebnisse ist jetzt verfügbar.

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"Beginnt Integration mit Sprache oder entwickelt sich Sprache mit Integration?"

Am 30. Mai war der 5. Deutsche Diversity Tag. In ganz Deutschland haben Unternehmen und Institutionen mit einer Aktion diesen Tag unterstützt. Unser Teilprojekt „Einwanderung“ hat sich mit einer Veranstaltung zum Thema Sprache beteiligt.

 

Im Hafven in Hannover war am 30. Mai einiges los. In dem Coworking & Maker Space mit unter anderem Büro- und Workshopräumen, einer Metall- und Holzwerkstatt und einem FabLab empfing Peter Grünheid vom IQ Projekt „Einwanderung“ Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen und andere Interessierte.

Der Hafven war sprichwörtlich ein perfekter Hafen für die teilweise provozierend angelegte Veranstaltung.

Diversity-Tag 2017: Vielfalt Unternehmen
© IQ Netzwerk Niedersachsen/RKW Nord GmbH
 

„Nicht jeder Mensch lernt eine Sprache dadurch, sechs Stunden vor Büchern zu sitzen und Vokabeln zu lernen. Beginnt also Integration mit der Sprache oder entwickelt sich Sprache mit der Integration?“ fragt Grünheid in seiner Eröffnung. Grünheid unterstützt mit seinem Projekt kleine und mittlere Unternehmen dabei, internationale Fachkräfte einzustellen. Ziel der Veranstaltung war es, Unternehmen zu sensibilisieren, neuzugewanderte Menschen möglichst früh in Kontakt mit dem Arbeitsleben zu bringen, um Sprachkenntnisse zu verbessern und damit eine bessere Integration zu ermöglichen.

Durch den Abend führten Referentinnen und Referenten mit Themen, bei denen es um Sprachlernen in der betrieblichen Praxis, genauso wie um interkulturelle Kompetenzen ging. Dr. Imke Mohr vom Goethe Institut stellte das Projekt FEELS „Einführungskurse in die Spracharbeit“ vor. Mit dem Projekt wurde ein Online-Kursraum entwickelt, der Materialien und Tipps für die Arbeit als Lernbegleitende zur Verfügung stellt. Dieses Angebot wurde entwickelt von Menschen, die Geflüchtete direkt nach der Ankunft, während des Sprachkurses und beim Einstieg in den Beruf sprachlich begleitet haben.

Unverzichtbar bei einem frühen Zusammenbringen von Zugewanderten und Betrieben sind interkulturelle Kompetenzen auf beiden Seiten.

Mit einer Sprachübung zeigten Yülyane Korkmaz und Falk Spörlein vom Diversity Management Team des IQ Netzwerkes den Gästen, wie es sich anfühlt, nicht verstanden zu werden oder auch jemand anderen nicht zu verstehen.

Das war für viele eine neue Erfahrung.

 
    Diversity Management erleben: Die Sprachübung „Redundancia"
© IQ Netzwerk Niedersachsen/RKW Nord GmbH

Mit dem provozierenden Titel „Ich habe in 25 Jahren keinem etwas beigebracht“ lieferte der Sprachtrainer und Theaterlehrer Duncan Howson mit seinem Vortrag weiteren Diskussionsstoff für den abschließenden Austausch. Mit seinem unkonventionellen Sprachunterricht lehrt Howson Studierende im Bereich Bauwesen an der Jade Hochschule in Oldenburg. Hierbei geht es nicht nur um bloßen Sprachunterricht, wie wir ihn aus der Schule kennen, sondern vor allem um die Auseinandersetzung mit sich selbst und mit anderen Menschen.

„Das schulische Konzept, eine Sprache zu lernen, ist für mich als Basis schon wichtig. Aber nach dieser Veranstaltung finde ich, dass parallel der Kontakt von Neuzugewanderten und dem Arbeitsleben unverzichtbar ist“, so eine Teilnehmende nach der Veranstaltung. Diesem Fazit schlossen sich die meisten Gäste an und beim abschließenden Austausch gab es viel Lob für die Veranstaltung. Ein gelungener Abschluss für den 5. Deutschen Diversitiy-Tag.  

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Neue MINT Qualifizierungsmaßnahme in Oldenburg gestartet

Am 12. Juni ist zum ersten Mal in Oldenburg die Brückenmaßnahme für Akademikerinnen und Akademiker im MINT Bereich gestartet. Die 22 Teilnehmenden kommen aus Syrien, Afghanistan, Irak, Polen, Russland, Ukraine und Jordanien. Sie haben alle in ihren Heimatländern ein Hochschulstudium im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik (MINT) abgeschlossen. Neben allgemeinen Sprachkompetenzen erlernen die Teilnehmenden vor allem die Fachsprache. Bewerbungstraining und ein Praktikum runden das Programm ab, damit der Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt gelingt. Die neue Qualifizierungsmaßnahme in Oldenburg ergänzt die bestehenden Kurse in Hannover und Osnabrück.

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"Mühsam nach einer Lösung gesucht"

Resmija Emini kam 2015 mit Einser-Abschluss und ersten Berufserfahrungen als Krankenschwester von Serbien nach Deutschland. Qualifizierte Fachkräfte wie sie sind in Deutschland gefragt und doch dauerte es Monate bis zum ersehnten Job. Heute arbeitet die 23-jährige als Gesundheits- und Krankenpflegerin im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende und plant bereits ein berufsbegleitendes Studium. Ihr Arbeitgeber und das Team des IQ Netzwerkes in Göttingen haben ihr dabei geholfen.

Plant jetzt ein berufsbegleitendes Studium zur Gesundheitsbetriebswirtin:
Resmija Emini
© Resmija Emini

Resmija Emini ist gelernte Krankenschwester. Als sie 2015 von Serbien nach Göttingen kam, wollte sie möglichst schnell Arbeit finden. Sie organisierte und finanzierte ihre Deutschkurse privat, um zügig voranzukommen. Dennoch blieben die Bewerbungen der jungen Fachkraft erfolglos. Der Grund: Mit ihrem serbischen Berufsabschluss konnte sie in Deutschland als Krankenschwester nicht arbeiten. Ohne berufliche Anerkennung blieb ihr nichts anderes übrig, als einen Aushilfsjob in einer Pflegeeinrichtung anzunehmen. „Es war eine gute Entscheidung, denn ich habe die deutsche Arbeitswelt kennengelernt und nebenbei meine beruflichen Deutschkenntnisse erweitert“, erinnert sie sich heute.

Über Umwege erfuhr sie vom beruflichen Anerkennungsverfahren und kontaktierte im Juni 2015 die Beratungsstelle des IQ Netzwerkes bei der Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen (BIGS) in Göttingen. Hier riet man ihr, die berufliche Anerkennung zur „Gesundheits- und Krankenpflegerin“ zu beantragen. Sie entschied sich, dieses Angebot zu nutzen. Es dauerte ein paar Monate bis alle erforderlichen Unterlagen und Dokumente für die Antragstellung vorlagen, u.a. die Noten- und Fächerübersicht, die im Heimatland erteilte Berufserlaubnis sowie die deutschen Übersetzungen. Im September schließlich konnte sie ihren Antrag auf Gleichwertigkeitsprüfung im Referenzberuf „Gesundheits- und Krankenpflegerin“ beim Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie (Außenstelle Lüneburg) einreichen. „Die automatische Gleichwertigkeit Ihres Ausbildungsstandes mit der deutschen Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin kann nicht festgestellt werden“, lautete daraufhin die Antwort der Anerkennenden Stelle verbunden mit der Empfehlung, einen Anpassungslehrgang oder eine Kenntnisprüfung an einer Gesundheits- und Krankenpflegeschule abzulegen.

„Wir haben mühsam nach einer Lösung suchen müssen“, resümiert IQ Beraterin Dr. Natalia Hefele, die die junge Serbin im gesamten Anerkennungsverfahren begleitete: „Alle drei Göttinger Gesundheits- und Krankenpflegeschulen sagten uns ab, da es zu zeitintensiv sei, einen individuellen Plan für eine Anpassungsqualifizierung in die laufende Ausbildung zu integrieren. Die Gruppengrößen sind genau festgelegt. Zudem konnten fehlende Ausbildungsinhalte nicht modular bzw. blockweise belegt werden, weil sich viele Themen über längere Ausbildungsphasen erstrecken. Frau Emini hätte die Ausbildung neu durchlaufen müssen. Sie erhielt zum Glück die Unterstützung der Gesundheits- und Krankenpflegeschule ihres Arbeitgebers, des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende. Das pädagogische Team half ihr bei der Vorbereitung auf die Kenntnisprüfung mit Lehrberatungen, Büchern und Kontrollabfragen. Acht Monate dauerte die Doppelbelastung.“

Resmija Emini bestand die Kenntnisprüfung. Im Dezember 2016 stellte sie mit Unterstützung ihrer IQ Beraterin den Folgeantrag. Am 17. Januar 2017 erhielt sie ihren Bescheid und die Erteilung der Berufserlaubnis. Rückwirkend ab dem 1. Januar 2017 wurde sie von ihrem Arbeitgeber als Gesundheits- und Krankenpflegerin unbefristet angestellt.

„Leider war der neue Anerkennungszuschuss noch nicht in Kraft, so dass Frau Emini die Kosten ihres Anerkennungsverfahrens selbst zahlen musste“, so Hefele, die sich nicht nur über die erfolgreiche berufliche Anerkennung, sondern auch über die Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit ihrer Kundin freut: „Frau Emini möchte sich beruflich entwickeln und plant, sich weiter zu bilden oder ein Studium aufzunehmen.“

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"Kenne deine Rechte! - Informationen für weibliche Geflüchtete"

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. und das IQ Netzwerk Niedersachsen haben eine neue Broschüre herausgebracht, die sich speziell an geflüchtete Frauen richtet. Frauen sind auf der Flucht vermehrt von Gewalt, Traumatisierung oder Familientrennung betroffen. Diese Gefahren machen vor keiner Ländergrenze halt und so sind viele geflüchtete Frauen auch in Deutschland Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt. Die neue Broschüre unterstützt sie dabei, die eigenen Rechte zu kennen und zeigt, wo sie in Deutschland Hilfe finden. Eine deutsche Version ist bereits erschienen, in Kürze folgen auch noch Versionen in Englisch und Arabisch.

Eine immer wichtigere Rolle bei der Integration von geflüchteten Frauen und Männern spielt das Ehrenamt. Damit die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen gut funktioniert, haben unsere Kolleginnen und Kollegen vom IQ Landesnetzwerk Bayern eine Broschüre für Ehrenamtliche herausgebracht. Sie bündelt Informationsmaterialien für Freiwillige zum Thema Arbeitsmarktintegration.

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Fact Sheet zur Verbesserung des Arbeitsmarktzugangs durch interkulturelle Kompetenzentwicklung

Im aktuellen Fact Sheet des Förderprogramms IQ finden sich zusammengefasst und aufbereitet Informationen zum Thema interkulturelle Kompetenzentwicklung, das IQ Fact Sheet richtet sich speziell an Arbeitsmarktdienstleister. Es soll helfen, mögliche Barrieren und Hemmnisse der Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationshintergrund zu beheben. In regelmäßigen Abständen geben die IQ Fact Sheets mit Zahlen, Info-Grafiken, Tabellen und kurzen Texten Informationen zu verschiedenen Themen rund um Integration. Eine Übersicht aller IQ Fact Sheets finden Sie hier.

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5 Fragen an“

Neue Unterstützung für das Maßnahmemanagement im IQ Netzwerk Niedersaschen

Für unseren aktuellen Newsletter hat unser neuer Kollege Moqem Omari von sich und seiner Arbeit erzählt. Er hat vor Kurzem seinen Master in Politikwissenschaft an der Universität Osnabrück abgeschlossen. Seit Anfang April unterstützt er das IQ Netzwerk Niedersachsen im Bereich Maßnahmemanagement.

Wie bist du zum IQ Netzwerk Niedersachsen gekommen?

Das IQ Netzwerk war mir trotz seiner Größe nicht bekannt. Bevor ich zu IQ gekommen bin, habe ich über den Malteser Hilfsdienst e.V. in Osnabrück als Sozialarbeiter gearbeitet. Hier habe ich Geflüchteten bei der Integration geholfen, ich habe sie in Maßnahmen, wie z.B. Sprachkurse oder Praktika vermittelt. Viele der Geflüchteten waren ausgebildet und hatten in ihren Heimatländern gearbeitet. So gehörte auch die Recherche nach Möglichkeiten zur Anerkennung dieser Abschlüsse zu meinen Aufgaben. Auf diese Weise habe ich die Beratungsstelle der BUS GmbH und so das IQ Netzwerk Niedersachsen kennengelernt. Diese Arbeit mit Geflüchteten, den zuständigen Institutionen und der Bürokratie in Deutschland hat mir sehr geholfen, mich im IQ Netzwerk schnell einzuleben. Ich bin in Afghanistan aufgewachsen und vieles war neu für mich. Als ich mich näher über die Stelle im Maßnahmemanagement informierte, war mir klar, dass die Arbeit genau meinen Interessen und meinen persönlichen Entwicklungszielen entspricht. Ich bin sehr froh über die Möglichkeit, beim IQ Netzwerk zu arbeiten.

 

Freut sich über die Zusammenarbeit im IQ Netzwerk Niedersachsen
© IQ Netzwerk Niedersachsen/RKW Nord GmbH

Was sind deine Aufgaben?

Ich bin jetzt seit etwas mehr als zwei Monaten dabei und arbeite mich noch ein. Im Moment werde ich noch von meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Wissensmanagement und der Koordination unterstützt. In Zukunft werde ich aber alle Aufgaben aus dem Maßnahmemanagement übernehmen. Ich habe bereits bei einigen Projekten im Netzwerk hospitiert und auch schon die Evaluation am Ende einer Maßnahme gemacht. Die Evaluation und Auswertung der Maßnahmen von Seiten der Projektpartner und Teilnehmenden wird eine der wichtigsten Aufgaben sein. Das Maßnahmemanagement beinhaltet alle Aufgaben, die helfen, einen reibungslosen Ablauf der Qualifizierungsmaßnahmen sicher zu stellen.

Du hattest schon viele Berührungspunkte mit dem Thema Migration. Hilft dir das bei deiner Arbeit?

Mein Studium und auch mein Job als Sozialarbeiter haben mir sehr geholfen, sie vereinen alle Bereiche, die im Maßnahmemanagement wichtig sind. Meine jetzige Arbeit sehe ich als Schnittstelle aller Bereiche meiner Ausbildung. Es gehören Statistik, etwas Mathe, Aspekte der Pädagogik und politisches Wissen dazu, im Grunde eine Sammlung aus allem, was ich bereits gemacht habe. Am Ende einer Maßnahme werde ich die Erfahrung der Projektpartner und die der Teilnehmenden erfassen. Alles was ich aus meinen Studium, in der Zusammenarbeit mit Geflüchteten, mit Behörden oder Unternehmen gelernt habe, werde ich jetzt sehr gut anwenden können. 

Was gefällt dir an deiner Arbeit am besten?

Auch wenn ich das Maßnahmemanagement noch nicht komplett übernommen habe, habe ich schon jetzt viele Freiheiten. Das gefällt mir sehr gut. Damit ich die Maßnahmen gut begleiten und an der Verbesserung arbeiten kann, muss ich recherchieren, kreativ denken und das alles zusammenführen. Das macht mir Spaß.

Du hast selbst einen Migrationshintergrund. Hast du vorher schon einmal im Ausland gearbeitet?

Ich bin in Afghanistan aufgewachsen, dort habe ich mein Abitur gemacht. Danach habe ich in Indien Volkswirtschaft studiert und meinen Bachelor gemacht. Nach Osnabrück bin ich für mein Masterstudium in Politikwissenschaft gekommen.

Wir heißen Moqem Omari herzlich willkommen im IQ Netzwerk Niedersachsen!

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Studieren, arbeiten, leben in Niedersachsen?!

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www.migrationsportal.de

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Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).  

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Das Landesnetzwerk Niedersachsen wird koordiniert durch:

www.rkw-niedersachsen.de

Sitz der Gesellschaft: Hannover
Eingetragen beim Amtsgericht Hannover
Handelsregister-Nr. HRB 211607
Geschäftsführer: Harm Wurthmann, Monika Opitz

 

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Stefanie Müller, Susanne Strothmann-Breiwe  
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Tel.: 0541/ 60 08 15 - 20  

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