Jobsuche und Bewerbung

Um Ihnen die Suche nach einem Arbeitsplatz zu erleichtern, finden Sie auf dieser Seite Informationen und Tipps zu Jobsuche und Bewerbungsverfahren.

Ein ideales Bewerbungsverfahren sieht wie folgt aus: Am Anfang der Bewerbung steht die Stellensuche. Wenn Sie eine interessante Stelle oder einen interessanten Arbeitgeber gefunden haben, verfassen Sie eine schriftliche Bewerbung. Daraufhin werden Sie zum Vorstellungsgespräch einladen. Hier stellen sich die Firma und Sie einander vor. Am Ende des Gesprächs wird vereinbart, bis zu welchem Zeitpunkt Sie vom Arbeitgeber hören, wie er/sie sich entschieden hat. Bekommen Sie nach Ablauf dieser Frist eine Zusage, können Sie Ihren Arbeitsvertrag unterschreiben.

Die einzelnen Schritte werden im Folgenden näher erläutert.

Wie finde ich einen Arbeitsplatz in Deutschland?

Je nachdem, ob Sie bereits vom Ausland aus nach einem Job in Deutschland suchen oder bereits in Deutschland sind und hier direkt vor Ort suchen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Ihnen am besten weiterhelfen können.

Inzwischen werden die meisten Stellen online ausgeschrieben. Größte Datenbank hierfür ist die Jobbörse der Agentur für Arbeit. Hier finden Sie regionale und überregionale Stellenangebote. Darüber hinaus können Sie sich persönlich im Jobcenter beraten lassen.

Doch auch in Tageszeitungen und (Fach-)Zeitschriften finden sich gedruckt und online immer noch viele Stellenangebote.

Weitere Möglichkeiten zur Stellensuche sind:

  • Webauftritte von Arbeitgebern: Hier finden Sie ausgeschriebene Stellen (unter „Karriere“/"Jobs"/“Stellenangebote“) oder Sie bewerben sich initiativ
     
  • Jobbörsen und –portale im Internet:
  • EURES - die Datenbank der EU zur beruflichen Mobilität
     
  • Jobmessen: Informationen hierzu bekommen Sie z.B. bei der Industrie- und Handelskammer und bei der Handwerkskammer.

Was gehört in eine schriftliche Bewerbung?

In der Stellenausschreibung geben die Firmen in der Regel an, ob die Bewerbungen per Mail oder per Post eingereicht werden sollen. Häufig ist auch eine Code-Nummer angegeben, um die Bewerbung der richtigen Ausschreibung zuordnen zu können.

In eine klassische Bewerbung gehören folgende Informationen:

  • Deckblatt
    Das Deckblatt ist optional, hat sich in den vergangenen Jahren jedoch sehr etabliert. Darauf gehört der Titel "Bewerbung", die angestrebte Position, Foto und Kontaktdaten.

     
  • Anschreiben 
    Informationen darüber, warum Sie sich für die Stelle bewerben. Beschreiben Sie, was Sie an der Stelle interessiert und warum Sie die richtige Person für die Stelle sind. Oft werden Bewerber/innen auch gebeten, ihre Gehaltsvorstellungen zu nennen. Bei elektronischen Bewerbungen kann das Anschreiben im Textfeld der E-Mail stehen, bei Bewerbungen per Post bekommt es eine eigene Seite.

     
  • Lebenslauf (mit Bewerbungsfoto) 
    Auflistung Ihrer Ausbildung und Berufserfahrung. Wenn Sie kein Deckblatt haben, gehört das Foto auf den Lebenslauf.

     
  • Zeugnisse und Abschlussurkunden
    Während große Unternehmen Zeugnisse und Urkunden auf Englisch meist problemlos akzeptieren, sollten Sie gerade bei kleineren und mittleren Unternehmen die Unterlagen auf Deutsch übersetzen und beglaubigen lassen. Bürger/innen aus Drittstaaten, die ihre Abschlüsse anerkennen lassen müssen, brauchen die übersetzten Unterlagen bereits für das Anerkennungsverfahren (siehe IQ und hier). Am besten lassen Sie Ihre Unterlagen bereits im Heimatland beglaubigen. Außerdem sollten keine Originalbescheinigungen verschickt werden sondern (beglaubigte) Kopien.

Fügen Sie bei elektronischen Bewerbungen die Unterlagen im Anhang der Mail an. Achten Sie darauf, dass die Anhänge nicht zu groß sind, verkleinern Sie diese gegebenenfalls. Die Originalzeugnisse können Sie anschließend zum Vorstellungsgespräch mitnehmen.

Bei Bewerbungen per Post sortieren Sie die Unterlagen in eine Bewerbungsmappe (Reihenfolge: Deckblatt, Lebenslauf, Zeugnisse). Das Anschreiben wird lose außerhalb der Bewerbungsmappe beigefügt. Alle Unterlagen schicken Sie in einem DIN A4 Umschlag an den Betrieb. Recherchieren Sie vorher den zuständigen Ansprechpartner und adressieren Sie Ihre Bewerbung an ihn.

Wenn Sie Fragen zu der Ausschreibung haben, wenden Sie sich an den Betrieb. Allerdings sollten Sie nicht nur anfragen, um dort „jemanden zu kennen“, denn das hält die zuständigen Mitarbeiter/-innen vom Arbeiten ab und sorgt für Unwillen. Konkrete Fragen werden aber gerne beantwortet!

Was passiert im Vorstellungsgespräch?

Das Vorstellungsgespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen zwischen Ihnen und der Firma. Beide Seiten wollen herausfinden, ob sie zueinander passen und ob man erfolgreich zusammenarbeiten kann. Abhängig davon, wo Sie sich bewerben, sollten Sie sich auch kleiden. In einigen Branchen bedeutet dies für Herren, in Anzug und mit Krawatte zu erscheinen bzw. im Kostüm/Hosenanzug für Damen. Da Sie sich selbst bewerben, sollten Sie unbedingt pünktlich erscheinen.

Häufig werden Vorstellungsgespräche mit einer Führungskraft des Unternehmens und einem Mitglied der Personalabteilung geführt. Vorstellungsgespräche dauern in der Regel zwischen ein und zwei Stunden. Zu Beginn stellen sich die Mitglieder der Firma vor, anschließend werden Sie gebeten, etwas über sich zu erzählen. Daraufhin wird die Firma auf einzelne Aspekte dessen, was Sie gesagt haben, eingehen oder Fragen zu Ihren Erfahrungen in verschiedenen Bereichen stellen. Auch Sie haben die Möglichkeit, Fragen über die Firma zu stellen, z.B. über potenzielle Aufgabenbereiche, über den Firmenalltag, aber auch über Urlaubsansprüche und Überstundenregelungen

Die Herausforderung in einem Vorstellungsgespräch ist die richtige Mischung aus Selbstbewusstsein und Neugierde, um sich selbst bestmöglich zu verkaufen und für den Betrieb attraktiv zu machen, ohne künstlich oder überdreht zu wirken. Stichwort schimärisch.

Erkundigen Sie sich beim Betrieb, ob dieser die Reisekosten für das Vorstellungsgespräch übernehmen.

Weiterführende Informationen

Beratungen zur Jobsuche und zur Anerkennung erhalten Sie bei folgenden Stellen:

  • Jobcenter der Bundesagentur für Arbeit (für Arbeitskräfte, die sich bereits in Deutschland befinden)
  • Berufsinformationszentrum (BIZ) der Arbeitsagentur
  • Ausführliche Informationen zum Bewerbungsverfahren bietet die ZAV
  • Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit: Homepage oder Info-Hotline +49 228 713-1313 (für Arbeitskräfte, die sich außerhalb Deutschlands befinden)
  • Beratungsstellen zur Anerkennung des IQ Netzwerk
  • Menschen mit Migrationshintergrund bis 27 Jahren können außerdem eine spezielle Beratung beim Jugendmigrationsdienst bekommen
  • Erwachsenenberatung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge