Glossarartikel: Berufsbezogenes Deutsch

Berufsbezogenes Deutsch bezeichnet die Kommunikation in der Arbeitswelt, in Qualifizierungen und Weiterbildungen. Dazu gehört zum Beispiel, Stellenanzeigen zu verstehen, ein Vorstellungsgespräch zu führen oder mit Kunden zu telefonieren. Die Bandbreite im Berufs- und Qualifizierungsalltag erfordert somit vielfältige sprachliche Fähigkeiten, sowohl mündlich als auch schriftlich.[1] Für Migrantinnen und Migranten, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, stellen diese Anforderungen oftmals eine große Herausforderung dar. Berufsbezogene Deutschkurse sollen in diesem Zusammenhang helfen, die Kommunikation in konkreten Situationen in der Berufsorientierung, in der Beratung, in Qualifizierungen wie auch am Arbeitsplatz zu fördern. Somit konzentrieren sie sich nicht nur auf den jeweiligen Fachwortschatz oder auf eine Verbesserung der Grammatik. Solche sprachlichen Weiterbildungen können während der Berufsorientierung oder begleitend zum Berufsalltag stattfinden, auch parallel zu fachlichen Qualifizierungen. Sie können in der Berufsschule, im Betrieb oder in Einrichtungen der Erwachsenenbildung durchgeführt werden. Sie können sich auf den Arbeitsmarkt beziehen, auf Berufsfelder oder auf einen konkreten Beruf; sie können sich auf die sprachliche Seite beruflicher Inhalte konzentrieren oder fachliches und sprachliches Lernen miteinander verzahnen.[2] Eine solche berufsbezogene Deutschförderung findet zum Beispiel im Rahmen des ESF-BAMF-Programms statt.

 


[1] Vgl. IQ Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch (o. J.): Wo entsteht eigentlich Bedarf für Berufsbezogenes Deutsch und wodurch sind diese Bedarfe bestimmt? Online verfügbar unter http://berufsbezogenesdeutsch-iq.de/berufsbezogenes-deutsch-bedarf.html, zuletzt geprüft am 03.09.2015.

[2] IQ Fachstelle Berufsbezogenes Deutsch (o. J.): Berufsbezogenes Deutsch: Was ist das? Online verfügbar unter http://berufsbezogenesdeutsch-iq.de/berufsbezogenes-deutsch.html, zuletzt geprüft am 03.09.2015.