Glossarartikel: Bildungsausländer/-in

Als Bildungsausländer/-in werden ausländische Studierende bezeichnet, die zu Studienzwecken nach Deutschland kommen und – im Gegensatz zu Bildungsinländer/-innen – ihre Hochschulzugangsberechtigung an einer ausländischen Schule erworben haben.[1] Auch ausländische Staatsangehörige, die z. B. im Rahmen des Familiennachzugs einreisen und dann ein Studium aufnehmen, fallen unter die Kategorie der Bildungsausländer/-innen. Der Anteil der Bildungsausländer/-innen an allen Studierenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit stieg in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich an und belief sich im Wintersemester 2011/2012 auf 72,7 Prozent. Die Zahl der eingeschriebenen Bildungsausländer/-innen an deutschen Hochschulen lag im Wintersemester 2011/2012 bei insgesamt 192.853 Personen. Hauptherkunftsland in diesem Beobachtungszeitraum war mit großem Abstand China (23.883 Bildungsausländer/-innen), gefolgt von der Russischen Föderation, Österreich und Bulgarien.[2]

 


[1] Vgl. Burkhart, Simone; Heublein, Ulrich; Wanka, Johanna (2011): Bildungsinländer 2011. Daten und Fakten zur Situation von ausländischen Studierenden mit deutscher Hochschulzugangsberechtigung. Hg. v. DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) (Bonn), S. 9. Online verfügbar unter http://www.his.de/pdf/21/daad_bildungsinlaender_2011.pdf, zuletzt geprüft am 03.09.2015.

[2] Vgl. BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) (2013): Migrationsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung. Migrationsbericht 2011. Hg. v. Bundesministerium des Innern (Berlin), S. 53-55. Online verfügbar unter http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Migrationsbericht..., zuletzt geprüft am 03.09.2015.