Glossarartikel: Demografischer Wandel

Der demografische Wandel bezeichnet Veränderungen in der Zusammensetzung von Gesellschaften, vor allem in Bezug auf die Altersstruktur. In Deutschland – wie auch in vielen anderen Ländern der EU – ist die Zahl der Sterbefälle höher als die Zahl der Geburten. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung der Bevölkerung. Dadurch nimmt der Anteil der älteren gegenüber den jüngeren Menschen zu.[1] Dies bedeutet eine große Herausforderung für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Langfristig wird auch die Zahl der Einwohner/-innen in Deutschland immer weiter sinken. Dies hat auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, denn der Anteil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter geht ebenfalls zurück. Um einem Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken, wird Deutschland in den kommenden Jahren auf die verstärkte Zuwanderung von Fachkräften und Hochqualifizierten angewiesen sein. So werden zum Beispiel mehr Fachkräfte in den Heil- und Pflegeberufen benötigt, die den wachsenden Bedarf an der Betreuung älterer, pflegebedürftiger Menschen decken können.[2]


[1] Vgl. Schubert, Klaus; Klein, Martina (2011): Das Politiklexikon. Begriffe, Fakten, Zusammenhänge // Mit über 1300 Stichwörtern. 5 // Neuaufl. Bonn: Dietz (1174), zitiert nach: Bundeszentrale für politische Bildung (o. J.): Demografischer Wandel. Online verfügbar unter http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/politiklexikon/139476/demografisch..., zuletzt geprüft am 03.09.2015.

[2] Vgl. Bundesministerium des Innern (2011): Demografiebericht. Bericht der Bundesregierung zur demografischen Lage und künftigen Entwicklung des Landes, S. 225, 229, 237. Online verfügbar unter http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2012/demograf..., zuletzt geprüft am 03.09.2015.