Glossarartikel: Eignungsprüfung

Die Bezeichnung "Eignungsprüfung" entstammt der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie 2005/36/EG. Sie bezeichnet eine von den zuständigen Behörden durchgeführte Prüfung, durch die der/die Antragstellende die Gleichwertigkeit seines/ihres Kenntnisstandes nachweisen kann. Die Eignungsprüfung erstreckt sich auf Sachgebiete, deren Kenntnis eine wesentliche Voraussetzung für die Ausübung des Berufs im Aufnahmestaat ist. Die Richtlinie 2005/36/EG schreibt vor, dass die Eignungsprüfung auf die festgestellten Ausbildungsdefizite beschränkt werden muss. Die Anerkennungsbehörden haben zu berücksichtigen, dass die Antragstellenden in ihren Herkunftsmitgliedstaaten bereits berufliche Qualifikationen erworben haben.[1] Eine Eignungsprüfung ist vor allem als Ausgleichsmaßnahme im Zusammenhang mit einer Teilanerkennung von Bedeutung. Wird die Eignungsprüfung erfolgreich abgeschlossen, kann eine volle Anerkennung erreicht werden.[2]

 


 

[1] Bundesinstitut für Berufsbildung (o. J.): Glossar: Eignungsprüfung (auch Defizitprüfung genannt). Online verfügbar unter http://www.anerkennung-in-deutschland.de/html/de/glossar.php, zuletzt geprüft am 03.09.2015.

[2] Vgl. Bundesinstitut für Berufsbildung (o. J.): EU-Richtlinie 2005/36/EG. Online verfügbar unter http://www.anerkennung-in-deutschland.de/html/de/glossar.php, zuletzt geprüft am 03.09.2015.