Glossarartikel: ESF-BAMF-Programm

Das ESF-BAMF-Programm ist eine berufsbezogene Deutschförderung, die aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) organisiert wird. Das Kursangebot richtet sich an alle Menschen mit Migrationshintergrund, die Arbeit suchen oder in ihrem Beruf weiterkommen möchten. Die Kurse werden in ganz Deutschland angeboten und umfassen maximal 730 Unterrichtsstunden. Diese bestehen meist aus Unterricht in berufsbezogenem Deutsch, Fachunterricht, Praktikum und Betriebsbesichtigungen. Teilnahmeberechtigt sind Menschen mit Migrationshintergrund, die Arbeitslosengeld I oder II beziehen, aber auch solche, die in einem Beschäftigungsverhältnis stehen. Darüber hinaus darf Deutsch nicht die Muttersprache sein und auch keine Schulpflicht mehr bestehen. Zudem muss ein Integrationskurs des BAMF absolviert worden sein, es sei denn, die bzw. der Teilnehmende verfügt bereits über ausreichende Deutschkenntnisse oder befindet sich bereits in einem Beschäftigungsverhältnis und möchte einen ESF-BAMF-Kurs im Betrieb besuchen. Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmenden sprachlich und fachlich so gut zu qualifizieren, dass sie leichter eine Arbeitsstelle finden oder dem Unterricht in einer Weiterbildungsmaßnahme besser folgen können.[1]

 


[1] Vgl. BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) (2011): Berufsbezogene Deutschförderung (ESF-BAMF-Programm). Online verfügbar unter http://www.bamf.de/DE/Infothek/BerufsbezogeneFoerderung/ESFProgramm/esf-..., zuletzt geprüft am 03.09.2015