Glossarartikel: EU-Bürger

Als EU-Bürger/-in (auch Unionsbürger/-in genannt) werden die Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten der EU bezeichnet. Diese sind: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn und_Zypern.[1]

Für EU-Bürger/-innen gibt es keine Beschränkungen bezüglich des Zugangs zum deutschen Arbeitsmarkt. Sie sind deutschen Arbeitnehmer/-innen rechtlich gleichgestellt.[2] Im Rahmen der EU-Anerkennungsrichtlinie wird auch die berufliche Anerkennung im Bereich der reglementierten Berufe gewährleistet. Das bedeutet, dass EU-Bürger/innen einen Zugang zu demselben Beruf unter denselben Voraussetzungen wie Inländer/Innen erhalten.[3] Somit ist weder für die Einreise noch für die Beschäftigung in Deutschland ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis erforderlich. Ein gültiger Pass oder Personalausweis genügen. Innerhalb von drei Monaten nach der Einreise muss der Wohnsitz beim jeweiligen Einwohnermeldeamt angemeldet werden. Diese Bestimmungen gelten auch für die Familienangehörigen von EU-Bürger/innen, sofern sie selbst Unions-, EWR- oder Schweizer Bürger/in sind. Andernfalls ist eine so genannte Aufenthaltskarte notwendig.[4]

 


[1] Vgl. Auswärtiges Amt (o. J. [2013]): Welche Länder sind Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), welche Länder umfasst der Europäische Wirtschaftsraum (EWR)? Online verfügbar unter http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/FAQ/EU-Erweiterung/02-EWR-..., zuletzt geprüft am 04.09.2015.

[2] Vgl. Bundesagentur für Arbeit (2013): Merkblatt 7. Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland. Fragen, Antworten sowie Tipps für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, S. 5. Online verfügbar unter http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Merkb..., zuletzt geprüft am 04.09.2015.

[3] Vgl. Bundesinstitut für Berufsbildung (o. J.): EU-Anerkennungsrichtlinie. Online verfügbar unter http://www.anerkennung-in-deutschland.de/html/de/eu_anerkennungsrichtlin..., zuletzt geprüft am 04.09.2015.

[4] Vgl. BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) (o. J.): EU-Bürger / EWR-Bürger / Schweizer Bürger. Online verfügbar unter http://www.bamf.de/DE/Migration/Arbeiten/EUBuerger/eu-buerger-node.html, zuletzt geprüft am 04.09.2015.