Glossarartikel: Kleine- und Mittelständische Unternehmen (KMU)

Die Abkürzung KMU steht für kleine und mittlere Unternehmen. Hierzu zählen Unternehmen, die weniger als 250 Personen beschäftigen und die entweder einen Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro erzielen oder deren Jahresbilanzsumme 43 Millionen Euro nicht übersteigt. Als kleine Unternehmen werden Unternehmen definiert, die weniger als 50 Personen beschäftigen und deren Jahresumsatz bzw. Jahresbilanz höchstens zehn Millionen Euro beträgt. Innerhalb der KMU lässt sich zudem die Gruppe der Kleinstunternehmen ausmachen, die weniger als zehn Personen beschäftigen und deren Jahresumsatz bzw. Jahresbilanz zwei Millionen Euro nicht überschreitet.[1]

2012 berichteten zwischen 32 und 66 Prozent der KMU von mittleren oder großen Problemen, offene Stellen mit Fachkräften zu besetzen. Im Vergleich zu Großunternehmen beklagten sie insbesondere größere Rekrutierungsschwierigkeiten bei Personen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Da die meisten Unternehmen in Deutschland KMU sind, bedeutet dies auch quantitativ eine große Zahl betroffener Unternehmen.[2]

 


[1] Vgl. Kommission der Europäischen Gemeinschaften (20.05.2003): Empfehlung der Kommission vom 6. Mai 2003 betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen. 2003/361/EG. Fundstelle: Amtsblatt der Europäischen Union L 124/36, Anhang Titel I, Artikel 2. Online verfügbar unter http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2003:124:0036:0041:DE:PDF, zuletzt geprüft am 07.09.2015.

[2] BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) (2013): Engpassanalyse 2013. Besondere Betroffenheit in den Berufsfeldern Energie und Elektro sowie Maschinen- und Fahrzeugtechnik, S. 4. Online verfügbar unter http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/fachkraefte/enpassan..., zuletzt geprüft am 07.09.2015.