Glossarartikel: Resettlement

Der Begriff Resettlement bezeichnet die Aufnahme und Neuansiedlung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge aus Drittstaaten. Deutschland ist eines der Länder, das sich an Resettlement-Programmen in Zusammenarbeit mit UNHCR beteiligt.[1] Für ein Resettlement vereinbart UNHCR – oft unter Mithilfe anderer humanitärer Organisationen – mit dem möglichen Aufnahmeland den konkreten Ablauf des Verfahrens. Die Entscheidung darüber, ob ein bestimmter Flüchtling im Rahmen von Resettlement tatsächlich aufgenommen wird, liegt grundsätzlich bei dem möglichen Aufnahmeland. Bislang werden Resettlement-Programme in Zusammenarbeit mit UNHCR,  durch die jedes Jahr eine festgelegte Anzahl von Flüchtlingen aufgenommen wird, nur von wenigen Staaten angeboten. Diese jährlich angebotene Anzahl beläuft sich auf insgesamt rund 80.000 Plätze, der weltweite Bedarf ist jedoch weitaus größer. Der Großteil der Flüchtlinge (rund 80 Prozent) wird momentan in den USA, Kanada und Australien neuangesiedelt. In Europa stellen die skandinavischen Länder die meisten Resettlement-Plätze zur Verfügung, aber auch viele andere Länder haben bereits kleinere Programme gestartet.[2]

 


[1] Vgl. BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) (2013): Migrationsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung. Migrationsbericht 2011. Hg. v. Bundesministerium des Innern (Berlin), S. 98, Abschnitt 2.6.5 Resettlement. Online verfügbar unter http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Migrationsbericht..., zuletzt geprüft am 07.09.2015.

[2] Vgl. UNHCR-Vertretung für Deutschland und Österreich (o. J.): Resettlement. Online verfügbar unter http://www.unhcr.de/mandat/dauerhafte-loesungen/resettlement.html, zuletzt geprüft am 07.09.2015.