IQ Netzwerk Niedersachsen - Newsletter 01/2017

 

 

Liebe interessierte Leserinnen und Leser,

hiermit erhalten Sie den ersten Newsletter des IQ Netzwerkes Niedersachsen im Jahr 2017!

Wir wünschen allen viel Spaß beim Lesen!

Ihr IQ Team!

 


© IQ Netzwerk Niedersachsen, RKW Nord GmbH

21.02.2017

 

IQ im Gespräch"

Es könnte politisch mehr getan werdenInterview mit Dr. Bernd Runde – Stellvertretender Geschäftsführer der Niels-Stensen-Kliniken GmbH. mehr

Interessantes rund um das IQ Netzwerk und die RKW Nord GmbH

Einen Schritt näher am Traumjob - Ausländische Ingenieure verbessern mit Sprache ihre Perspektiven Ingenieurinnen und Ingenieure schließen erfolgreich Brückenmaßnahme im MINT-Bereich ab. Die 15 Akademikerinnen und Akademiker aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) trafen sich am 16. Januar, um den erfolgreichen Abschluss des Kurses zu feiern. mehr

Anerkennungszuschuss - Chancen der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen nutzen Seit dem 1. Dezember 2016 können Menschen, die ihre ausländische Berufsqualifikation in Deutschland anerkennen lassen wollen, einen sogenannten Anerkennungszuschuss beantragen, sofern sie keine anderweitige Unterstützung erhalten. mehr

Berufsbezogenes Deutsch: ein Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt  Berufsbezogenes Deutsch wird bei der Integration für Migrantinnen und Migranten für viele Menschen ein zunehmend wichtiges Thema. Das gestiegene Interesse wird auch daran deutlich, dass sich die Zahl der Personen, die im Jahr 2016 an Fortbildungen in diesem Bereich teilgenommen haben, gegenüber 2015 fast verdoppelt hat. mehr

IQ Kongress 2016 - Gesamtdokumentation jetzt als E-Paper verfügbar Mit einem Highlight zur Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt hat das Förderprogramm das vergangene Jahr abgeschlossen. Am 6. und 7. Dezember trafen sich in Berlin Expertinnen und Experten zum zweiten IQ Kongress, um über Arbeit und Migration zu diskutieren. Eröffnet wurde der Kongress von Thorben Albrecht, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). mehr

Harte Arbeit hat sich ausgezahlt - Jobangebote nach bestandener Kenntnisprüfung Ausländische Pflegefachkräfte schließen Vorbereitungskurs auf die Kenntnisprüfung ab. Nach sechs Monaten haben die Teilnehmenden den Kurs „Online-Krankenpflege“ der Akademie Überlingen im Januar abgeschlossen mehr

IQ unterwegs"

Was sehen Sie? Einen Hut oder eine Schlange, die einen Elefanten verschluckt hat? Unterwegs mit dem Diversity Team des IQ Netzwerkes Niedersachsen. Im vergangenen Monat hat uns unser Trainerteam mitgenommen und uns bei Aktivworkshops und Vorträgen beim Personal- und Trainerforum in Buchholz einen Einblick in ihre Arbeit gegeben. mehr

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IQ im Gespräch"

Es könnte politisch mehr getan werden"

Dr. Bernd Runde leitet das Personalmanagement der Niels-Stensen-Kliniken, die zu den innovativsten Kliniken Deutschlands zählen. 4500 Menschen beschäftigt der Verbund, der auch gezielt Fachkräfte aus dem Ausland rekrutiert, um das Top-Niveau langfristig zu halten. Aber der Aufwand sei gewaltig und drohe, an zu hohen bürokratischen Hürden zu scheitern, warnt der Personalexperte.

Dr. Bernd Runde
© IQ Netzwerk Niedersachsen, RKW Nord GmbH

Herr Dr. Runde, es gab eine Zeit, da reichte eine einzige Stellenanzeige, um eine ärztliche Fachkraft neu zu besetzen. Das war die Zeit  der „Ärzteschwemme“ in den 90er Jahren. Wünschen Sie sich diese Zeit manchmal zurück?

Ich kann mich noch gut daran erinnern. Man konnte damals tatsächlich noch Personalauswahl betreiben. Das war für Personaler eine Goldgräberzeit, aber ich möchte diesen Begriff lieber relativieren. Als ich 2006 im Verbund der Niels-Stensen-Kliniken anfing, wurde gerade das neue Arbeitszeitgesetz scharf geschaltet. Die ärztliche Tätigkeit wurde auf eine 40-Stunden-Woche reduziert. Da gab es plötzlich einen Bedarf, der nicht demografisch, sondern politisch initiiert war. Man hatte gehofft, es kommt nicht so schlimm, aber es ist viel schlimmer gekommen als gedacht. Es werden auch immer noch nicht ausreichend Ärzte ausgebildet, wir laufen heute noch der Lücke aus 2007 nach.

Es könnte politisch deutlich mehr getan werden, um die Durchlässigkeit für ein Medizinstudium zu erhöhen. Wenn ich sehe, dass jemand mit einem Abitur von 1,4 keine Chance auf einen Studienplatz in Medizin hat, ist das bezogen auf den Fachkräftemangel nicht zeitgemäß.

Zum vollständigen Interview geht es hier.

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Interessantes rund um das IQ Netzwerk und die RKW Nord GmbH

Einen Schritt näher am Traumjob - Ausländische Ingenieure verbessern mit Sprache ihre Perspektiven

Ingenieurinnen und Ingenieure schließen erfolgreich Brückenmaßnahme im MINT-Bereich ab. Die 15 Akademikerinnen und Akademiker aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) trafen sich am 16. Januar, um den erfolgreichen Abschluss des Kurses zu feiern. Den Lehrraum des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) in Leer hatten die Teilnehmenden für ein gemeinsames Frühstück selbst hergerichtet. „Wir haben in diesem Kurs Menschen mit vielen unterschiedlichen Nationalitäten. Für das Frühstück hat jeder etwas aus dem eigenen Heimatland mitgebracht“, erzählt Dozent Christian Rosendahl.

 
  Sahaei ist vor drei Jahren nach Deutschland gekommen
© IQ Netzwerk Niedersachsen, RKW Nord GmbH

 

Mit einem ausländischen Abschluss ist es nicht immer leicht, in Deutschland Arbeit zu finden. Wer entsprechend der eigenen Qualifikation arbeiten möchte, hat meistens einen langen Weg vor sich. So auch Osama Almeri aus Syrien und Mohammad Sahaei aus dem Iran. Beide haben in ihren Heimatländern ein Studium abgeschlossen und bereits langjährige Berufserfahrung als Bauingenieure. „Ich habe als Projektmanager am Bau von Tiefgaragen, Hochhäusern und auch am Bau eines Museums gearbeitet. Die Arbeit als Ingenieur in Deutschland unterscheidet sich kaum von der im Iran“, erklärt Sahaei. Beide Männer sind aus ihren Heimatländern geflüchtet.

 

 

 

Mit Praktika probieren beide Männer, erste berufliche Erfahrung in Deutschland zu sammeln. Eine feste Anstellung zu bekommen, schätzen die beiden Ingenieure noch als schwierig ein. Mit der Teilnahme an der MINT Brückenmaßnahme haben sie und die anderen Kursteilnehmenden ihre Chancen auf eine Arbeitsstelle im erlernten Beruf verbessert. Inhalt der Maßnahme ist vor allem die Fachsprache aber auch Bewerbungstraining und Praktika stehen auf dem Programm. Sahaei hat über die Maßnahme einen Praktikumsplatz gefunden, über das Praktikum hat er nun wiederum eine Stelle in Aussicht.

Auch für Almeri geht es beruflich weiter, er hat sich dazu entschieden, einen aufbauenden Master im Bereich Maschinenbau zu machen. Das sei für ihn eine große Herausforderung, aber nach diesem Kurs fühle er sich sprachlich gut vorbereitet. Er möchte sehr gerne in Deutschland bleiben und arbeiten. Mit dem Master wolle er sich nicht nur fachlich spezialisieren, sondern auch mehr über Deutschland lernen, freut sich der zukünftige Student.


Sprachlich fit für den deutschen Arbeitsmarkt
© IQ Netzwerk Niedersachsen, RKW Nord GmbH
 

Zur Verabschiedung war auch IQ Anerkennungs- und Qualifizierungsberaterin Ilse Varchmin gekommen. Sie hat die meisten der Kursteilnehmenden beraten und sie in die Maßnahme vermittelt. „Ich finde es beeindruckend, wie gut sich Herr Almeri hier informiert und wie zielgerichtet er sein berufliches Vorwärtskommen voranbringt. Diese Kraft haben nicht alle Menschen, die zu mir in die Beratung kommen. Auch Herr Sahaei ist sehr zielgerichtet, kümmert sich selber, wartet nicht bis jemand etwas für ihn macht“, erzählt Varchmin nachdem sie jeden der Teilnehmenden persönlich begrüßt hatte. Auch Dozent Rosendahl und Melanie Nonte, Integrationsbeauftragte beim BNW, freuten sich über das Erreichte der Teilnehmenden. Beide lobten besonders die gute Atmosphäre im Kurs und die Motivation der Teilnehmenden. Als Almeri zum Ende des Interviews von seinen Wünschen und Ängsten für die Zukunft berichtet, wird klar, dass der Kurs nicht nur einen fachlichen Mehrwert hatte. Für einige, besonders für Teilnehmende mit Fluchterfahrung, war der Kurs auch eine Möglichkeit sich über Erlebtes auszutauschen.

Die Brückenmaßnahme MINT findet im Rahmen des Förderprogramms Integration durch Qualifizierung (IQ) statt. Die Maßnahme dauert acht Monate, aufgeteilt in einen fünfmonatigen Theorieteil und eine dreimonatige Praxisphase in einem Betrieb.

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Anerkennungszuschuss: Chancen der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen nutzen"

Seit dem 1. Dezember 2016 können Menschen, die ihre ausländische Berufsqualifikation in Deutschland anerkennen lassen wollen, einen sogenannten Anerkennungszuschuss beantragen, sofern sie keine anderweitige Unterstützung erhalten. Der Anerkennungszuschuss beträgt max. 600 Euro und muss nicht zurückgezahlt werden. Er richtet sich vor allem an Personen, die nur über ein geringes Einkommen verfügen (unter 26 000 Euro Jahreseinkommen) und ein Anerkennungsverfahren in Deutschland starten wollen. Gefördert werden können beispielsweise Kosten für Übersetzungen, Beglaubigungen von Zeugnissen und Abschlüssen sowie Gutachten oder auch Kosten für Gebühren und Auslagen des Anerkennungsverfahrens.
Den Informationsflyer des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit weiteren Informationen zum Anerkennungszuschuss finden Sie hier.

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Berufsbezogenes Deutsch: ein Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt

Berufsbezogenes Deutsch wird bei der Integration von Migrantinnen und Migranten für viele Menschen ein zunehmend wichtiges Thema. Das gestiegene Interesse wird auch daran deutlich, dass sich die Zahl der Personen, die im Jahr 2016 an Fortbildungen in diesem Bereich teilgenommen haben, gegenüber 2015 fast verdoppelt hat.

Mit Anleiterinnen und Anleitern aus Betrieben, Fachlehrenden aus unterschiedlichsten Institutionen, Planenden in Bildungseinrichtungen und Sprachlehrenden haben sehr unterschiedliche Zielgruppen die verschiedenen Fortbildungsangebote genutzt. Besonders gestiegen ist das Interesse von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Unternehmen an dem Thema „Sprachsensibles Anleiten“ sowie von Fachlehrenden an der Fragestellung des sprachsensibel gestalteten Fachunterrichts.

„Jetzt verstehe ich erst, wo genau die sprachlichen Hürden für meine Auszubildenden liegen“
„Ich weiß nun genauer, wie ich bei der Erarbeitung von Fachtexten sprachlich unterstützen kann"
Die Fortbildung hat mir sehr geholfen, meinen Sprachunterricht mehr auf die Bedarfe meiner Teilnehmenden auszurichten"

Zu den bestehenden Fortbildungsreihen und Workshops kommt im Jahr 2017 ein weiteres Angebot für Unternehmen dazu. Mitarbeitende haben die Möglichkeit, sich als Sprachmentorinnen oder Sprachmentoren schulen zu lassen, um das Sprachenlernen vor Ort, sprich direkt am Arbeitsplatz, zu begleiten und zu unterstützen.

2017 werden natürlich auch wieder die schon bestehenden Fortbildungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen mit den verschiedenen Schwerpunkten stattfinden. Informationen dazu erhalten Sie auf der Seite des IQ Netzwerks Niedersachsen oder über die Fachstelle: Berufsbezogenes Deutsch.

Wenn Sie Fragen zu konkreten Angeboten haben können Sie sich aber auch an das Teilprojekt „Berufsbezogenes Deutsch“ wenden. Ihre Ansprechpartnerin dort ist: Wilhelmine Berg: Tel.: 0531/2412-455 oder wilhelmine.berg[at]vhs-braunschweig.de.

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IQ Kongress 2016 - Gesamtdokumentation jetzt als E-Paper verfügbar

Mit einem Highlight zur Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt hat das Förderprogramm das vergangene Jahr abgeschlossen. Am 6. und 7. Dezember trafen sich in Berlin Expertinnen und Experten zum zweiten IQ Kongress, um über Arbeit und Migration zu diskutieren. Eröffnet wurde der Kongress von Thorben Albrecht, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Unter die rund 600 Gäste haben auch wir uns gemischt und uns von den Impulsvorträgen und Panels inspirieren lassen. Jetzt ist die Gesamtdokumentation des Kongresses als E-Paper verfügbar.
 


Der IQ Kongress auf einen Blick
© Förderprogramm IQ

„Eine Integration in den Arbeitsmarkt und Deutschkenntnisse sind die zentralen Voraussetzungen für die Integration in unsere Gesellschaft“, so Albrecht in seiner Eröffnungsrede. Er zog eine positive Bilanz in Bezug auf das Integrationsgesetz und betonte, dass Willkommenskultur nicht nur ein Schlagwort sei und sie in vielen Bereichen der Gesellschaft schon Wirklichkeit geworden sei. Das IQ Netzwerk leiste hierbei hervorragende Arbeit, so der Staatssekretär des BMAS weiter. In insgesamt vier Panels diskutierten namhafte Expertinnen und Experten über die Integration von Geflüchteten sowie über Migration und Arbeit. Bei weiteren Workshops und Roundtables vertieften die Kongressteilnehmenden Themen wie Spracherwerb am Arbeitsplatz oder die Anerkennung von Berufsqualifikationen aus dem Herkunftsland. Impulse gaben die Rednerinnen und Redner der Panels. Was kann Deutschland von Einwandererstaaten wie Kanada oder Australien lernen? Oder welche Rollen spielen die Medien, haben sie die Aufgabe Positives für die Integration zu bewirken? Welchen Diskriminierungen begegnen Migrantinnen und Migranten auf dem Arbeitsmarkt? Und wie können diese abgebaut werden? Dies sind nur einige Fragen, die diskutiert wurden. Expertinnen und Experten in den Panels waren unter anderem Prof. Aladin El-Mafaalani (Professor für Politikwissenschaft und politische Soziologie an der Universität Münster), Prof. Lesleyanne Hawthorne (Professorin für internationale Arbeitskräfte an der Universität Melbourne), Simone Solka (Referatsleiterin „Grundsatzfragen der Migrations- und Integrationspolitik“ im BMAS) oder Bettina Köster (Autorin, Redakteurin und Moderatorin beim Deutschlandfunk).  
Die Gesamtdokumentation enthält eine Zusammenfassung der Diskussionen in den Panels, Links zu ausgewählte Vorträgen, Einblicke in einzelne Exkursionen und Workshops sowie ein Video des palästinensisch-syrischen Musikers Aeham Ahmad. Ahmad hatte am ersten Kongressabend gezeigt, wie Integration über Musik gelingen kann.

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Harte Arbeit hat sich ausgezahlt - Jobangebote nach bestandener Kenntnisprüfung

Ausländische Pflegefachkräfte schließen Vorbereitungskurs auf die Kenntnisprüfung ab. Nach sechs Monaten haben die Teilnehmenden den Kurs „Online-Krankenpflege“ der Akademie Überlingen im Januar abgeschlossen.

Es war viel Arbeit, neben Praktika und theoretischem Online-Unterricht haben die meisten der Pflegekräfte noch in Altenpflegeeinrichtungen oder Kliniken gearbeitet. Aber es hat sich gelohnt, nachdem die Prüfungsergebnisse gut waren, gab es bereits erste Jobangebote, unter anderem auch von prüfenden Krankenpflegeschulen.
Für alle Beteiligten war das vergangene halbe Jahr eine ereignisreiche Zeit mit viel Freude, Kenntniszugewinn und fachlicher Entwicklung. Unsere Pflegekräfte können stolz auf sich sein - Kursleiterin Daniela Stramm und Projektleiterin Eva Maria Bramschulte von der Akademie Überlingen sind es jedenfalls. Sie freuen sich mit jedem einzelnen der Teilnehmenden, die ihnen während der intensiven Betreuung ein Stück weit ans Herz gewachsen sind.

Bei dem Kurs „Online-Krankenpflege“ handelte es sich um ein Angebot speziell für Pflegefachkräfte, die ihren Berufsabschluss im Ausland erworben haben und die nun, um auch in Deutschland entsprechend tätig werden zu können, zunächst eine Kenntnisprüfung ablegen müssen. Der Kurs wurde im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ mit Bundes- und ESF Fördermitteln von der Akademie Überlingen entwickelt und durchgeführt. Er fand für das IQ Netzwerk Niedersachsen in dieser webbasierten Live-Schulungsform zum ersten Mal in Deutschland statt. Mit diesem Kurs konnte bewiesen werden, dass auch eine stark praktisch orientierte Qualifizierung, wie die Vorbereitung von Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern auf die staatliche Kenntnisprüfung, in Online-Lernform möglich ist. Die externe Prüfung an verschiedenen Krankenpflegeschulen in Niedersachsen zeigt nun mit den guten Ergebnissen, dass diese Vorbereitung optimal sein kann und es keinen Nachteil zu Präsenzveranstaltungen gibt. Entscheidend sind allein die gute Vorbereitung im Unterricht und die engmaschige Betreuung der Teilnehmenden während des Kurses – wie auch in Präsenzveranstaltungen. In einem Flächenland wie Niedersachsen ist diese Form der Stoffvermittlung und der Qualifizierung eine sehr gute Alternative zu Präsenzunterricht. Auch Vorbereitungen auf Kenntnisprüfungen in der Altenpflege und weitere Qualifizierungen lassen sich so durchführen.

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IQ unterwegs“

Was sehen Sie? Einen Hut oder eine Schlange, die einen Elefanten verschluckt hat?

Unterwegs mit dem Diversity Team des IQ Netzwerkes Niedersachsen. Im vergangenen Monat hat uns unser Trainerteam mitgenommen und uns bei Aktivworkshops und Vorträgen beim Personal- und Trainerforum in Buchholz einen Einblick in ihre Arbeit gegeben.

Was sehen Sie auf diesem Bild? Was wir sehen, wird von vielen Faktoren bestimmt  Bild: In Anlehnung an Original von Antoine de Saint-Exupéry

 

„Was sehen Sie auf diesem Bild?“, fragt Kerstin Helm die anwesenden Personalverantwortlichen und Trainerinnen sowie Trainer in ihrer Begrüßung, Helm ist Managerin des ISI Zentrum für Gründung, Business & Innovation in Buchholz. Am 13. Januar fand hier das 2. Personal- und Trainerforum der Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH (WLH) statt. In Workshops und Vorträgen ging es dieses Mal unter anderem um Wahrnehmung, Kommunikation und Motivation.

 

 

 

Mit dabei waren auch Idrisia Hamza und Falk Spörlein aus unserem Diversity Management Trainerteam. In zwei Workshops vermittelten sie die Grundlagen der Wahrnehmung und gaben Einblick in kulturelle Unterschiede bei der Kommunikation. Die Workshops richteten sich an Personalverantwortliche sowie Trainerinnen und Trainer. Im Arbeitsalltag können unterschiedliche Wahrnehmungsmuster oder Unterschiede in der Kommunikation schnell zu Missverständnissen führen. Damit es nicht soweit kommt oder gar Konflikte entstehen, bietet der Bereich Diversity Management im IQ Netzwerk Niedersachsen spezielle Trainings und Workshops an, mit dem Ziel Offenheit und insbesondere kulturelle Offenheit zu fördern.

Die obige Zeichnung macht auf vereinfachte Weise deutlich, wie unterschiedlich unsere Wahrnehmungsmuster sind. Die Zeichnung ist aus einem Buch, in dem die Hauptfigur als Kind gelesen hatte, dass Boas ihre Beute als Ganzes verschlucken, daraufhin hat er einen Elefanten in einer Schlange gemalt. Was wir wahrnehmen, wird von vielen Faktoren bestimmt. Im Falle der Zeichnung könnten diese Faktoren unser Wissen über Schlangen sein oder die Tatsache, dass es viele Hutträger in unserer Umgebung gibt oder wir kennen das Buch, aus dem die Zeichnung stammt.
„Ein Modell zur einfachen Erklärung der Wahrnehmung ist die innere Landkarte“, erklärt Diversity-Trainer Spörlein. Demnach verfügen wir alle über innere Landkarten, die bestimmen, wie wir die Welt wahrnehmen. Wir sehen also in der Zeichnung das, was in unserer inneren Landkarte festgelegt ist. Der Diversity Management Workshop machte dies deutlich, zeigte aber auch, dass Offenheit und Verständnis helfen, Wahrnehmungsmuster zu durchbrechen und wir somit Konflikten vorbeugen können.

                    

 

Fördern mit ihren Trainings kulturelle Offenheit
© IQ Netzwerk Niedersachsen/RKW Nord GmbH

Mit vielen Übungen hat der Workshop die Teilnehmenden dazu gebracht, sich in die Lage einer anderen Person zu versetzen. „Im beruflichen Alltag kann so ein Perspektivwechsel sehr nützlich sein. Er hilft, unsere eigenen Wahrnehmungsmuster zu sehen und auch die unserer Mitmenschen zu erkennen. Indem wir Vielfalt positiv begegnen, erhöht das die Lernfähigkeit in Betrieben. Innovation und Kreativität werden gefördert und Mitarbeitende sind zufriedener“, betont Hamza nur einige Vorteile von Diversity Management für Organisationen.
Das Diversity Management ist ein bewusster Ansatz Offenheit zu schaffen, indem wir selbst daran arbeiten unsere Wahrnehmungsmuster zu ergänzen. Eine weitere Möglichkeit dies zu tun, zeigt der Vortrag „Hirn & Handeln für Wissensmitarbeiter und Bildungsverantwortliche“ von Stephan Ehlers. Auf unterhaltsame Art vermittelt Ehlers, wie das Gehirn funktioniert und wie uns Jonglierbälle helfen, unsere Wahrnehmung zu erweitern.


Es wurde aktiv jongliert im Publikum, © IQ Netzwerk Niedersachsen/RKW Nord GmbH

Mit Jonglierübungen zeigte Ehlers den Teilnehmenden, wie einfach es ist, neue Synapsen im Gehirn zu bilden. Das erweitere nicht nur die Wahrnehmung, es stärke auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und helfe Schwieriges in den Griff zu bekommen, so Ehlers.

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Studieren, arbeiten, leben in Niedersachsen?!

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www.migrationsportal.de

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Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert sowie durch das Land Niedersachsen kofinanziert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).  

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Das Landesnetzwerk Niedersachsen wird koordiniert durch:

www.rkw-niedersachsen.de

Sitz der Gesellschaft: Hannover
Eingetragen beim Amtsgericht Hannover
Handelsregister-Nr. HRB 211607
Geschäftsführer: Harm Wurthmann, Monika Opitz

 

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Stefanie Müller, Susanne Strothmann-Breiwe  
iqnetzwerk[at]rkw-nord.de  
Tel.: 0541/ 60 08 15 - 20  

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