IQ Netzwerk Niedersachsen - Newsletter 01/2018

 

 

Liebe interessierte Leserinnen und Leser,

hiermit erhalten Sie den ersten Newsletter des IQ Netzwerkes Niedersachsen im Jahr 2018!

Wir wünschen allen viel Spaß beim Lesen!

Ihr IQ Team!

 


© IQ Netzwerk Niedersachsen, RKW Nord GmbH

06.02.2018

 

IQ im Gespräch

"Wir schöpfen unser Potenzial wirklich aus." Seit 2011 koordiniert Rainer Bußmann das IQ Netzwerk Niedersachsen. Nun wurde der Ausbau des IQ Netzwerkes im Regierungsprogramm des Landes verankert. Für Bußmann eine wichtige politische Handreichung. Der Sozialexperte hofft, dass sie auch den Herausforderungen jenseits des politischen Mainstreams zu Gute kommen wird. mehr

Interessantes rund um das IQ Netzwerk Niedersachsen und die RKW Nord GmbH

Sprachmentoring in der Pflege - auf geht's in die zweite Runde! Das neue Jahr steckt noch in den Kinderschuhen, schon klingelt das Telefon. Eine Praxisanleiterin möchte dringend wissen, ob es noch freie Plätze für den 2. Durchlauf der Fortbildungsreihe „Sprachmentoring in der Pflege“ gibt. mehr

Team Wissensmanagement on Tour - Workshop am 7. Dezember 2017 in Kassel Anfang Dezember konnten unsere Kollegin Marie-Theres Volk und unser Kollege Ajdin Cogo auf der Arbeitskonferenz zu Beratung, Qualifizierung und berufsbezogenem Deutsch in Kassel ihren Arbeitsbereich „Wissensmanagement“ vorstellen. mehr

IQ über Grenzen hinweg - Das transnationale Projekt "Arrival Cities" macht einen Austausch über unterschiedliche Integrationskonzepte möglich Hannele Lautiola ist begeistert: „Das IQ Netzwerk ist ein phantastisches Programm – wir wollen das auch aufbauen, dafür müssen wir jetzt die rechtlichen Grundlagen schaffen“. mehr

Neu! Diversity Management Team begleitet Interkulturellen Öffnungsprozess in der Pflegeeinrichtung KerVita Kulturelle Vielfalt ist in der Arbeits- und Berufswelt längst Realität. Betriebe erkennen diese wachsende Vielfalt zunehmend als Chance, um den Fachkräftebedarf effizient zu decken. mehr

Brückenmaßnahme für ausländische Studierende Die ersten Durchgänge der Qualifizierung „Von der Universität in den Beruf – Vorbereitung von ausländischen Studienabsolvierenden auf den Arbeitsmarkt“ wurden bereits erfolgreich abgeschlossen. mehr

Projektvorstellung "VerAn - Vernetzung der Anerkennungsberatung für ein Hochschulstudium" Aktuellen Zahlen des IQ Netzwerkes Niedersachsen zufolge, verfügen 13,6 Prozent der Ratsuchenden bei den Anerkennungsberatungsstellen über eine Ausbildung, die in Deutschland einem nichtreglementierten akademischen Abschluss entspricht. mehr

Neue Übersicht: Zugang zum SGB II und zur Erwerbstätigkeit für drittstaatsangehörige Ausländerinnen und Ausländer Damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im IQ Netzwerk Niedersachsen auch arbeits- und aufenthaltsrechtlich einigermaßen den Überblick behalten, versorgt uns unser Kollege Claudius Voigt aus dem Projekt „Ausländerrechtliche Qualifizierung“ immer fleißig mit den aktuellsten Gesetzesänderungen, die für unsere Arbeit relevant sind. mehr

Save the Date: IQ Fachtagung zum Thema Gewinnung und Integration ausländischer Fachkräfte Das IQ Netzwerk Niedersachsen veranstaltet am Mittwoch, den 6. Juni 2018 eine Fachtagung zu Fragen der Gewinnung und Integration ausländischer Fachkräfte in Hannover. mehr

5 Fragen an

"Das Ausüben des erlernten Berufs ist eine entscheidende Voraussetzung für gelungene Integration" Ljiljana Krajinovic ist als Anerkennungs- und Qualifizierungsberaterin bei der IHK Hannover tätig und berät Menschen mit ausländischen Berufsqualifikationen. mehr

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IQ im Gespräch

"Wir schöpfen unser Potenzial wirklich aus."

Seit 2011 koordiniert Rainer Bußmann das IQ Netzwerk Niedersachsen. Nun wurde der Ausbau des IQ Netzwerkes im neuen Regierungsprogramm des Landes verankert. Für Bußmann eine wichtige politische Handreichung. Der Sozialexperte hofft, dass sie auch den Herausforderungen jenseits des politischen Mainstreams zu Gute kommen wird.

Rainer Bußmann, Koordinator des IQ Netzwerkes Niedersachsen      
© IQ Netzwerk Niedersachsen / RKW Nord GmbH

Herr Bußmann, 2019 wird IQ in die nächste Förderphase starten. Welche Schwerpunkte erwarten Sie angesichts der aktuellen soziopolitischen Veränderungen in Deutschland?

Im Laufe d.J. wird das Bundesarbeitsministerium die Richtlinien für die nächste Förderphase (2019-2022) bekannt geben. Meiner Einschätzung nach werden die Themen „Demografischer Wandel“ und „Fächkräftesicherung“ aufgrund der Entwicklungen der letzten Jahre zunehmend an Bedeutung gewinnen. Viele Unternehmen befürchten bereits, wegen fehlender Fachkräfte ihre Aufträge nicht mehr erfüllen zu können. Das Problem betrifft den Handel ebenso wie das Handwerk und vor allem die Bereiche Pflege und Medizin. IQ wird sich mit der Herausforderung „Fachkräftsicherung“ noch intensiver auseinandersetzen müssen, bietet aber schon jetzt eine Menge Expertise in diesem Bereich.

Das vollständige Interview finden Sie hier.

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Interessantes rund um das IQ Netzwerk Niedersachsen und die RKW Nord GmbH

Sprachmentoring in der Pflege - auf geht's in die zweite Runde!

Das neue Jahr steckt noch in den Kinderschuhen, schon klingelt das Telefon. Eine Praxisanleiterin möchte dringend wissen, ob es noch freie Plätze für den 2. Durchlauf der Fortbildungsreihe „Sprachmentoring in der Pflege“ gibt. Katrin Schomburg, Kursleiterin der Fortbildung an der VHS Braunschweig gibt das ein gutes Gefühl: „Es ist toll zu wissen, wenn ein Fortbildungsangebot auf eine derartige Nachfrage stößt und Beschäftigte großes Interesse daran zeigen, sich zu „Sprachförderkräften“ weiterzuentwickeln, um Zugewanderte beim Start ins Berufsleben sprachlich, kommunikativ und integrativ zu begleiten“.

Bereits von September bis Januar fand die erste Runde der Fortbildungsreihe, die Teil des Projektes Berufsbezogenes Deutsch ist, in insgesamt fünf eintägigen Modulen statt. Die 21 Teilnehmenden, darunter Praxisanleitende und Lehrkräfte sowie Mitarbeitende aus Pflege und Sozialpädagogik, arbeiteten in den einzelnen Modulen an Themen wie:

  • Wie ist mein eigener Umgang mit Sprache und wo entstehen sprachliche Hürden?
  • Welche Methoden aus Mentoring und Coaching helfen dabei, eine vertrauensvolle kollegiale
    Zusammenarbeit zu fördern?
  • Wie gelingt es, sprachliche Prozesse im Unternehmen wirkungsvoll zu gestalten?
  • Welche kultursensiblen Aspekte im Bereich der Pflege gilt es zu berücksichtigen?

Sprachförderlich im Unternehmen unterwegs zu sein, bedeutet nicht die Vermeidung bestimmter sprachlicher Situationen, sondern vielmehr geht es um Verstehen, Hinhören, Nachfragen, Umschreiben, Vereinfachen oder Verändern der sprachlichen Inhalte, der Begriffe, der Ausdrucksmöglichkeiten. So geht es in den Modulen beispielsweise darum, zu erkennen, wann eine Redewendung, wie z.B. „eine Laus über die Leber gelaufen“ oder „aus dem Bauch heraus entscheiden“ verwendet wird. Dies bringt den Kursteilnehmenden neben erheiternder Selbstreflexion auch die Erkenntnis, dass nicht auf Redewendungen verzichtet werden muss, diese aber im Kontext aufgelöst und damit verständlich gemacht werden können.

Die Kursteilnehmenden haben vielfältige Beispiele aus ihrem Praxisalltag mitgebracht - das hat sehr dabei geholfen, das vermittelte Wissen gleich in die Praxis umzusetzen. Katrin Schomburg zieht nach der ersten Fortbildungsreihe eine positive Bilanz: „An den Fortschritten der Teilnehmenden können wir sehen, dass sich die Kombination aus Elementen des Mentoring- und Coachingprozesses mit der Ausrichtung auf Sprache als sehr sinnvoll erwiesen hat. In Unternehmen oder Einrichtungen können Personen immer dann sprachlich unterstützen, wenn sie selbstreflektiert auf den Gebrauch der eigenen Sprachverwendung schauen und in der Lage sind, in einem vertrauten Rahmen angemessene Rückmeldung zu geben. Diese Sprachförderkräfte sind auch immer ein Stück weit „Sprachermutigungskräfte“. Und unsere Fortbildung schult die Teilnehmenden darin, mit unterschiedlichen Brillen auf sprachliche Sachverhalte zu schauen“.

Die zweite Reihe der Fortbildung startet Ende Februar in die neue Runde! Wir wünschen allen Teilnehmenden viel Spaß und Erfolg!

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Team Wissensmanagement on Tour - Workshop am 7. Dezember 2017 in Kassel

Anfang Dezember konnten unsere Kollegin Marie-Theres Volk und unser Kollege Ajdin Cogo auf der Arbeitskonferenz „Beratung, Qualifizierung und Berufsbezogenes Deutsch“ in Kassel ihren Arbeitsbereich „Wissensmanagement“ vorstellen. Die Tagung wurde von den Fachstellen Beratung und Qualifizierung sowie Berufsbezogenes Deutsch organisiert. Dabei drehte sich alles um die Fragen, wie Wissen effizient erworben, optimal verteilt und insbesondere produktiv genutzt werden kann.

Der Workshop richtete sich in erster Linie an Beratende sowie Mitarbeitende in IQ Teilprojekten, die sich mit dem Thema Wissensmanagement in der Beratung und/oder Qualifizierung beschäftigen. In dem Workshop wurde deutlich, dass beratende und qualifizierende Teilprojekte unterschiedliche Anforderungen an Wissen haben. So läuft beispielsweise die Informationsweitergabe im Bereich der Beratung aufgrund gleicher Anforderungen und guter Vernetzung untereinander im IQ Netzwerk Niedersachsen anders als im Bereich der Qualifizierungsprojekte. Darüber hinaus machten die beiden darauf aufmerksam, dass häufig neben organisatorischen und allgemeinen Informationen auch gesetzliche Neuregelungen sowie Hinweise zu den Besonderheiten verschiedener Berufe Relevanz haben für die Praxis in den IQ Projekten.

Durch einen zeitnahen und strukturierten Wissens- und Informationstransfer sowie durch regelmäßigen Erfahrungsaustausch und interne Schulungen kann eine Qualitätssicherung des Wissensmanagements erreicht werden. Diese Arbeitsschritte sind gerade auch vor dem Hintergrund häufiger Personalwechsel und der damit zusammenhängenden Herausforderung, Wissen zu erhalten und zeitnah weiterzugeben, ein wichtiges Thema.

 
Tagung in Kassel © f-bb

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IQ über Grenzen hinweg - Das transnationale Projekt "Arrival Cities" macht einen Austausch über unterschiedliche Integrationskonzepte möglich

Hannele Lautiola ist begeistert: „Das Förderprogramm IQ ist ein phantastisches Programm – wir wollen das auch aufbauen, dafür müssen wir jetzt die rechtlichen Grundlagen schaffen“. Lautiola ist „Monikulttuurisuusasiain päällikkö“ – Integrationsbeauftragte – in Vantaa, der viertgrößten Stadt Finnlands in unmittelbarer Nähe von Helsinki. Zusammen mit ihrer Kollegin Svetlana Chistyakova besuchte sie einen transnationalen Workshop im Rahmen des Arrival-Cities-Projektes in Oldenburg. In Arrival Cities tauschen sich acht Städte aus sieben Ländern (Frankreich, Deutschland, Lettland, Finnland, Griechenland, Italien und Spanien) bei der Entwicklung ihres Integrationskonzeptes aus und diskutieren gemeinsam ihre Ansätze für Arbeitsmarktintegration, Interkulturelle Bildung, Teilhabe oder „community building“.


Peter Gründheid mit Kolleginnen des
Arrival-Cities-Projektes
© Chiara Vestrini

 

Peter Grünheid vom niedersächsischen IQ Netzwerk ist als Experte für Arbeitsmarktzugang von Migrantinnen und Migranten Teil der Oldenburger Arbeitsgruppe. Schon im Januar hatte er bei einer Veranstaltung in Vantaa das IQ Netzwerk vorgestellt und war auf große Resonanz gestoßen. Die Zusammenarbeit wurde jetzt konkretisiert.

„Das deutsche IQ Programm entwickelt in großem Stil viele der Dinge, die wir in Finnland auch brauchen“, so Lautiola. Vor allem ein hoher Prozentsatz von Zuwanderern aus russischsprachigen Ländern sei in Finnland zu verzeichnen. Dafür brauche es Angebote und vor allem eine Struktur. Das IQ Netzwerk soll dabei Pate stehen. Jetzt geht es erst einmal darum, die Voraussetzungen für ein solches Programm in Finnland zu schaffen.

Bei einer Konferenz im November 2017 wurden Akteure aus Politik, Bildung und Verwaltung für den Bedarf sensibilisiert und über die Möglichkeiten informiert, die das IQ Netzwerk bietet.

Als Impulsgeber war diesmal Johnny van Hove vom Multiplikatorenprojekt Transfer des Förderprogramms IQ dabei. In Zeiten „grenzenloser“ Kommunikation und globaler Mobilität ist die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse ein wichtiges Instrument für die berufliche Integration und gerade für die Fachkräftesicherung in einem alternden und schrumpfenden Europa von großer Bedeutung.

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Neu! Diversity Management Team begleitet Interkulturellen Öffnungsprozess in der Pflegeeinrichtung KerVita

Kulturelle Vielfalt ist in der Arbeits- und Berufswelt längst Realität. Betriebe erkennen diese wachsende Vielfalt zunehmend als Chance, um den Fachkräftebedarf effizient zu decken. Diversity Management ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Stichwort – ebenso wie das Thema Interkulturelle Öffnung.

Das Diversity Management Team des IQ Netzwerkes Niedersachsen entwickelt seit 2012 Trainings- und Beratungskonzepte für die Umsetzung von Diversity Management in öffentlichen Einrichtungen sowie seit 2017 auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Im letzten Jahr hat das Diversity Management Team seine Schulungs- und Beratungskonzepte um die Begleitung von Interkulturellen Öffnungsprozessen in KMU erweitert. Dabei geht es in diesem Prozess darum, gesellschaftliche Vielfalt als Unternehmen aktiv mit zu gestalten, sowohl für Mitarbeitende als auch für die jeweiligen Zielgruppen. Das Unternehmen arbeitet bewusst an seiner Organisationskultur, mit dem Ziel, das Thema Vielfalt wertzuschätzen und in bereits bestehende Strukturen mit einzubeziehen. Dieser Prozess nutzt die vielfältigen Ressourcen aller Mitarbeitenden und dient der Förderung eines konstruktiven Umgangs mit vielfältigem Personal.

Diversity Trainerinnen Sutaj und Korkmaz (v.li.) mit Angestellten der Pflegeeinrichtung KerVita
© IQ Netzwerk Niedersachsen / RKW Nord GmbH

Bereits im Jahr 2016 kamen die Diversity Trainerinnen Yulyane Korkmaz und Hyra Sutaj mit dem Pflegeunternehmen KerVita in Kontakt. „In einem ersten Schritt haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von KerVita an unseren Diversity Trainings teilgenommen, die wir bis heute in der Einrichtung anbieten. Dabei lag und liegt das Ziel darin, die Angestellten bei der erfolgreichen Zusammenarbeit in multikulturellen Teams sowie bei der Integration der im Ausland rekrutierten Fachkräfte in das Unternehmen zu unterstützen“, so Korkmaz und Sutaj. Seitdem besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen den Trainerinnen und Ariane Tobisch, Personalreferentin bei KerVita. Aus der bereits bestehenden Zusammenarbeit heraus entstand die Idee für eine Begleitung des Interkulturellen Öffnungsprozesses in der KerVita Einrichtung in Reppenstedt durch das Diversity Team des IQ Netzwerkes Niedersachsen.

„Warum wir uns für die Prozessbegleitung entschieden haben, hatte unterschiedliche Gründe“, erinnert sich Ariane Tobisch. „Zum einen war es uns wichtig, durch die Diversity Trainings die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewusst in den Prozess der Rekrutierung und des On-Boardings der ausländischen Fachkräfte mit einzubinden, um so die erfolgreiche Integration in den Teams zu gewährleisten. Durch den Interkulturellen Öffnungsprozess erhoffen wir uns eine nachhaltige Auseinandersetzung unseres Personals mit dem Thema und daraus resultierend ein insgesamt positiveres Arbeitsklima. Denn Menschen, egal welchen kulturellen Hintergrundes, sind immer unterschiedlich und eine Auseinandersetzung mit Diversität setzt gleichzeitig eine Beschäftigung mit dem eigenen Wertesystem und dem anderer Menschen voraus. Dies wiederum ist auch in der Zusammenarbeit und Kommunikation mit Menschen der gleichen Kultur von großem Vorteil, weshalb sich das Projekt für uns gleich doppelt lohnt.“

Der Interkulturelle Öffnungsprozess wird insgesamt ein Jahr andauern und für die Pflegeeinrichtung von KerVita in Reppenstedt voraussichtlich im November 2018 abgeschlossen sein. Über die aktuellen Entwicklungen der Prozessbegleitung durch das Diversity Trainerinnen Team wird an dieser Stelle in den kommenden Monaten immer wieder berichtet.

Haben auch Sie Interesse an der Begleitung eines Interkulturellen Öffnungsprozesses für Ihr Unternehmen? Dann setzen Sie sich gerne mit unserem Diversity Management Team in Verbindung.

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Brückenmaßnahme für ausländische Studierende

Die ersten Durchgänge der Qualifizierung „Von der Universität in den Beruf – Vorbereitung von ausländischen Studienabsolvierenden auf den Arbeitsmarkt“ wurden bereits erfolgreich abgeschlossen. Mit vielen Informationen und hilfreichen Tipps zu Bewerbungsverfahren und Beratungsstrukturen konnten die Teilnehmenden sich mit ihren Perspektiven und Möglichkeiten auseinandersetzen.

„In unserer Qualifizierungsmaßnahme legen wir sehr viel Wert auf interaktive Methoden, um den Teilnehmenden einen konstruktiven Austausch untereinander zu ermöglichen und gleichzeitig ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Wir setzen beispielsweise auch einen Schwerpunkt auf das Thema „Teamarbeit“, da dieser Aspekt beim Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt von hoher Relevanz ist“, so Rilana Paul, Projektleiterin an der Ländlichen Heimvolkshochschule Mariaspring.

Mit unterschiedlichen Gruppenaufgaben werden die Teilnehmenden animiert, gemeinsame Lösungen zu erarbeiten – das fördert gegenseitige Rücksichtnahme, soziale Kompetenz und macht konstruktive Absprachen untereinander unumgänglich. Die bisherigen Teilnehmenden konnten ihre Teamfähigkeit ganz praktisch in einem Niedrigseilgarten unter Beweis stellen. In kleinen Gruppen konnten sie hier die Förderung des gegenseitigen Vertrauens und die Entwicklung gemeinsamer Problemlösungen weiter ausbauen.

Neben den vielen Inputs zum Thema Arbeitsmarkt und Bewerbungen sind die interaktiven Übungen eine gelungene und hilfreiche Abwechslung, um bestimmte Prozesse aus der Arbeitswelt ganz praxisnah zu verdeutlichen.

 

Teilnehmer bei einer Gruppenarbeit © VHS Mariaspring

Rilana Paul erhält viele positive Rückmeldungen ihrer Teilnehmenden. Kinan (29) aus Aleppo/Syrien ist einer von ihnen. Er hat in Syrien bereits BWL studiert und berichtet: „Mir hat die Qualifizierung in Mariaspring sehr gut gefallen, da ich viele Informationen zum deutschen Arbeitsmarkt bekommen habe. Jetzt weiß ich, wie ich mich bewerben kann und wie wichtig ein Praktikum ist. Da mich Informatik immer schon interessiert hat und eine Ausbildung in Deutschland viele Vorteile hat, möchte ich eine Ausbildung als Fachinformatiker machen. Ich habe sogar schon einen Praktikumsplatz bekommen und wenn ich alles gut mache, kann ich vielleicht im August 2018 schon eine Ausbildung beginnen. Das wäre toll!“

Weitere Informationen zur Maßnahme und zu Terminen finden Sie hier.

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Projektvorstellung "VerAn - Vernetzung der Anerkennungsberatung für ein Hochschulstudium"

Aktuellen Zahlen des IQ Netzwerkes Niedersachsen zufolge, verfügen 13,6 Prozent der Ratsuchenden bei den Anerkennungsberatungsstellen über eine Ausbildung, die in Deutschland einem nichtreglementierten akademischen Abschluss entspricht. Darüber hinaus gibt es eine große Zahl Menschen, die ihre akademische Laufbahn flucht- oder migrationsbedingt abgebrochen haben. Die Anerkennung dieser Abschlüsse und Leistungen in Deutschland liegt im Kompetenzbereich der Hochschulen und Universitäten, jedoch sind hier grundsätzlich verschiedene Akteure in den Beratungsprozess involviert: Das International Office, die Zentrale Studienberatung, das Prüfungs- und Immatrikulationsamt und schließlich die Fachstudienberatungen. Je nach Situation der Ratsuchenden sind weitere Beratungsangebote notwendig bzw. sinnvoll, z.B. zum Aufenthaltsrecht, zu Finanzierungsmöglichkeiten eines Studiums, zum Spracherwerb und vor allem zur Integration auf dem Arbeitsmarkt.

Das Projekt VerAn der Stiftung Universität Hildesheim leistet seit 1. April 2017 über einen zweijährigen Projektzeitraum die regionale Aufbau- und Entwicklungsarbeit zur besseren Vernetzung der verschiedenen Akteure im Beratungsprozess auf dem Weg zur Anerkennung erworbener Hochschulleistungen und -abschlüsse. Dabei zielt das Projekt auf die Abstimmung der verschiedenen Beratungsleistungen, die Vermeidung von Widersprüchen und die Etablierung von institutionenübergreifenden Verfahren. Ein Schwerpunkt der Vernetzungsarbeit liegt an der Schnittstelle zwischen Fach- und Studienberatungen der Universität Hildesheim sowie der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen und den regionalen Anerkennungsberatungsstellen des IQ Netzwerkes Niedersachsen sowie dem Jobcenter. Hier findet im Rahmen von Dialogworkshops und Themengruppen ein Austausch über Möglichkeiten der (Teil-)Anerkennung von Hochschulabschlüssen sowie der akademischen Nachqualifizierung der Ratsuchenden statt.


Projektteam VerAn während eines Teamtreffens ©Uni Hildesheim

„Neben der Erarbeitung einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit für die Ratsuchenden, entwickeln wir derzeit einen „Laufzettel“, der den Gesamtprozess der Anerkennung akademischer Abschlüsse und Leistungen festhalten soll. Dieser wird zusammen mit den verschiedenen Beratungsstellen entwickelt und in der Beratung hochschulintern wie -extern mit den Ratsuchenden erprobt und anschließend in verschiedene Sprachen übersetzt“, so Julietta Adorno, Mitarbeiterin bei VerAn. „Darüber hinaus arbeiten wir an einem gemeinsamen Wissensmanagement, welches das im Projekt generierte Wissen allen beteiligten Akteuren zur Verfügung stellt sowie in Zusammenarbeit mit der VHS Hildesheim an einem Konzept zur Fortbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren“, so Adorno weiter. Abschließend soll das Projekt in einem Fortbildungsprogramm für Hochschullehrende und Beratungspersonal münden.

Am Ende zielt VerAn darauf ab, den komplexen Prozess der Anerkennung von akademischen Leistungen sowohl für die Beratenden als auch für die Ratsuchenden überschaubarer zu gestalten und die Planung der notwendigen Schritte für deren persönlichen Weg zu erleichtern. Durch die vernetzte Beratung sollen die Ratsuchenden schneller und zielgerichteter zu einem in Deutschland anerkannten Hochschulabschluss geführt werden, mit dem Ziel einer ausbildungsadäquaten beruflichen Integration.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Offene Hochschule Niedersachsen“ durch den Europäischen Sozialfonds und das Land Niedersachsen gefördert.

 Haben Sie Fragen zum Projekt? Dann setzen Sie sich mit Julietta Adorno in Verbindung.

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Neue Übersicht: Zugang zum SGB II und zur Erwerbstätigkeit für drittstaatsangehörige Ausländerinnen und Ausländer

Damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im IQ Netzwerk Niedersachsen auch arbeits- und aufenthaltsrechtlich einigermaßen den Überblick behalten, versorgt uns unser Kollege Claudius Voigt aus dem Projekt „Ausländerrechtliche Qualifizierung“ immer fleißig mit den aktuellsten Gesetzesänderungen, die für unsere Arbeit relevant sind. Da im August 2017 sehr viele Aufenthaltstitel neu eingeführt wurden und es nun insgesamt an die 100 unterschiedliche Rechtsgrundlagen für einen Aufenthalt nach dem Aufenthaltsgesetz gibt, wurde die tabellarische Übersicht „Zugang zum SGB II und zur Erwerbstätigkeit für drittstaatsangehörige Ausländerinnen und Ausländer“ von Claudius aktualisiert.

Den Link zur Übersicht finden Sie hier.

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Save the Date: IQ Fachtagung zum Thema Gewinnung und Integration ausländischer Fachkräfte

Das IQ Netzwerk Niedersachsen veranstaltet am Mittwoch, den 6. Juni 2018 eine Fachtagung zu Fragen der Gewinnung und Integration ausländischer Fachkräfte in Hannover.

Termin schon jetzt vormerken!

 

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5 Fragen an

"Das Ausüben des erlernten Berufs ist eine entscheidende Voraussetzung für gelungene Integration"

Ljiljana Krajinovic ist als Anerkennungs- und Qualifizierungsberaterin bei der IHK Hannover tätig und berät Menschen mit ausländischen Berufsqualifikationen. Für unseren Newsletter erzählt sie uns von ihrem Berufseinstieg in Deutschland und über ihre Arbeit im IQ Netzwerk Niedersachsen.

 


© Ljiljana Krajinovic

 

Seit wann arbeitest du bei der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstelle in Hannover und wie bist du genau zum IQ Netzwerk gekommen?

Ich bin seit dem 01. Ausgust 2017 als Beraterin bei der IHK Hannover tätig. Da ich selbst über einen ausländischen Jura-Abschluss verfüge, habe ich mich im Internet über die Anerkennung von Berufsabschlüssen und die Tätigkeiten, die ich mit meinem Abschluss in Deutschland ausüben kann, informiert. Auf diesem Weg bin ich auf die IQ Beratungsstelle bei der IHK aufmerksam geworden und habe mich per E-Mail mit den zuständigen Beraterinnen und Beratern in Verbindung gesetzt. Nach einem kurzen Austausch habe ich im Oktober 2016 meinen ersten Beratungstermin bekommen. Mit Hilfe meiner Beraterin habe ich meine Zeugnisse bewerten lassen. Zwischen April und Juli 2017 habe ich dann noch an IQ Qualifizierungsmaßnahmen beim IQ Teilprojektträger IBB teilgenommen. Und dann war ab August zufällig eine Beratungsstelle bei der IHK frei, worauf mich meine damalige Beraterin aufmerksam machte. So bin ich zum IQ Netzwerk gekommen.

Was genau sind deine Aufgaben als Beraterin? Wie müssen wir uns deine alltägliche Arbeit vorstellen?

Als Beraterin bin ich die Ansprechpartnerin für Menschen mit einem ausländischen Berufsabschluss. In der Beratung erkläre ich den Ratsuchenden, welche Möglichkeiten sie haben, ihren Abschluss aus dem Ausland in Deutschland bewerten bzw. anerkennen zu lassen. Ich verweise die Ratsuchenden an die richtige zuständige Stelle, unterstütze und begleite sie bei der Antragstellung und während des gesamten Anerkennungsverfahrens. Außerdem informiere ich die Ratsuchenden über die Möglichkeiten der Weiterbildung, Anpassungsqualifizierung und Sprachförderung.

Hast du selbst einen Migrationshintergrund und/oder schon einmal im Ausland gearbeitet?

Ich bin in Bosnien und Herzegowina geboren und aufgewachsen. Dort habe ich ein Studium mit dem Abschluss "Magister des Rechts" an der Universität Sarajevo abgeschlossen und in diesem Gebiet bis zu meiner Einreise nach Deutschland gearbeitet.

Was ist für dich wichtig bei deiner Arbeit?

Mir persönlich ist es wichtig, jeden meiner Ratsuchenden umfassend über die Anerkennung ihres bzw. seines ausländischen Berufsabschlusses und die damit verbundenen Möglichkeiten in Deutschland zu informieren. Für mich gehört dazu auch, auf die beruflichen Situationen unserer Ratsuchenden einzugehen und ihnen mögliche Perspektiven zu zeigen. Dabei helfen mir der persönliche Austausch sowie mein Wissen über die vielfältigen Regelungen zur Anerkennung der Abschlüsse in Deutschland. Mir ist es auch wichtig, den sozialen Aspekt der Beratung nicht aus den Augen zu verlieren, da die berufliche Anerkennung ja für den Kunden eine Weichenstellung für sein zukünftiges berufliches Leben sein kann. Ich bin davon überzeugt, dass das Ausüben des erlernten Berufs eine der entscheidenden Voraussetzungen für eine gelungene Integration ist. Hierzu einen Beitrag zu leisten, ist mir besonders wichtig.

Was gefällt dir an deiner Arbeit am meisten? 

Die Arbeit in einem multikulturellen Umfeld und vor allem mit einem gut eingespielten Team gefällt mir besonders. Das Einarbeiten in die komplexe Thematik wurde mir dadurch erheblich erleichtert, dass ich mit so vielen erfahrenen Fachleuten zusammenarbeite.

Das Interview führte Franziska Barthelt.

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www.migrationsportal.de

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Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert sowie durch das Land Niedersachsen kofinanziert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).  

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Das Landesnetzwerk Niedersachsen wird koordiniert durch:

www.rkw-niedersachsen.de

Sitz der Gesellschaft: Hannover
Eingetragen beim Amtsgericht Hannover
Handelsregister-Nr. HRB 211607
Geschäftsführer: Harm Wurthmann, Monika Opitz

 

Kontakt Abonnement
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Franziska Barthelt, Susanne Strothmann-Breiwe  
iqnetzwerk[at]rkw-nord.de  
Tel.: 0541/ 60 08 15 - 20  

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