Finanzielle Fördermöglichkeiten für internationale Studierende

Für internationale Studierende an deutschen Hochschulen gibt nur unter bestimmten Voraussetzungen staatliche Förderung in Form von BAföG, eines Bildungskredites oder Wohngeld. Sie sollten sich daher vor der Einreise im Herkunftsland darüber informieren, welche Fördermöglichkeiten für sie von dort aus bestehen. Neben der staatlichen Förderung existiert auch eine Vielzahl an Stipendien zur Unterstützung internationaler Studierender in Deutschland.

Eine Übersicht über Fördermöglichkeiten für internationale Studierende mit Kindern finden Sie hier.

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BAföG und Bildungskredit

BAföG ist die Abkürzung für das Bundesausbildungsförderungsgesetz, welches die staatliche Unterstützung von Schüler/-innen und Studierenden in Deutschland regelt. Mit „BAföG“ ist umgangssprachlich meistens die finanzielle Förderung gemeint, die sich aus dem Gesetz ergibt. Das BAföG kann als Vollzuschuss (ohne Rückzahlung), Zuschuss mit Staatsdarlehen (Rückzahlung eines Teils des erhaltenen Geldes) oder Bankdarlehen (Volle Rückzahlung) gewährt werden. Die Höhe der Förderung ist von vielen individuellen Faktoren wie der Bedarfshöhe sowie der Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Studierenden und ihrer Angehörigen abhängig. Es wird beim zuständigen Studentenwerk der Hochschule beantragt.

Mit dem Bildungskredit werden Schüler/-innen und Studierende in fortge­schrittenen Ausbildungsphasen für einen befristeten Zeitraum zinsgünstig unterstützt. Er kann auch zusätzlich zum BAföG beantragt werden. Es gelten die gleichen Förderbedingungen wie für das BAföG.

Internationale Studierende aus den Mitgliedsstaaten der EU, des EWR und der Schweiz können nach § 8 BAföG nur dann gefördert werden, wenn sie

  • ein Daueraufenthaltsrecht nach dem Freizügigkeitsgesetz/EU haben (in der Regel nach fünfjährigem Aufenthalt),
     
  • Kind, Ehepartner/-in oder Lebenspartner/-in von Deutschen oder Freizügigkeitsberechtigten sind und somit ein abgeleitetes Freizügigkeitsrecht als Familienangehörige/-r besitzen,
     
  • als Kind nach dem Tod oder Wegzug des freizügigkeitsberechtigten Staatsangehörigen EU/EWR/Schweiz für das Studium in Deutschland verbleiben oder
     
  • vor Beginn des Studiums eine Beschäftigung in Deutschland ausgeübt haben, die mit dem Studium in inhaltlichem Zusammenhang steht.

Studierende aus Drittstaaten mit einer Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des Studiums erhalten in der Regel weder BAföG noch einen Bildungskredit. Doch auch hier gibt es einige Ausnahmen. Folgende Personen können gefördert werden:

  • Studierende, bei denen sich mindestens ein Elternteil in Deutschland aufhält und in den sechs Jahren, die der Antragstellung vorausgegangen sind, mindestens drei Jahre hier erwerbstätig war. Bei unverschuldeter Arbeitslosigkeit reicht eine Erwerbstätigkeit von sechs Monaten. Die genauen Bestimmungen sind in § 8 BAföG geregelt.
     
  • Studierende mit einer Niederlassungserlaubnis oder Daueraufenthaltserlaubnis-EU
     
  • Studierende, die bereits fünf Jahren in Deutschland erwerbstätig waren
     
  • Personen mit einer Duldung, wenn sie sich seit mindestens 15 Monaten ununterbrochen mit Duldung oder Aufenthlatsgestattung in Deutschland aufhalten.
     
  • Inhaber/-innen folgender Aufenthaltserlaubnisse:
    • §§ 22, 23 Abs. 1, 23a, 25 Abs. 1 oder Abs. 2, 25a den §§ 28, 37, 38 Abs. 1 Nr. 2 oder § 104a AufenthG
       
    • §§ 30, 32, 33, 34 AufenthG, soweit sie Kinder, Ehe- oder Lebenspartner/-innen von Zugewanderten mit Niederlassungserlaubnis sind
       
    • § 25 Abs. 3, Abs. 4 Satz 2 oder Abs. 5 AufenthG, soweit sie sich seit mindestens 15 Monaten ununterbrochen rechtmäßig, geduldet oder gestattet in Deutschland aufhalten
       
    • §§ 30, 32, 33, 34 AufenthG, soweit sie sich als Kinder, Ehe- oder Lebenspartner/-innen einer/eines Zugewanderten mit einer Aufenthaltserlaubnis seit mindestens vier Jahren ununterbrochen rechtmäßig, geduldet oder gestattet in Deutschland aufhalten
       
    • Türkische Studierende, von denen mindestens ein Elternteil eine Beschäftigung hat/hatte, über einen Aufenthalt verfügt, der nicht ausschließlich dazu dient, ein aufenthaltsrechtliches Verfahren zu betreiben und der/die Studierende bei den Eltern wohnt/gewohnt hat.

Keinen Anspruch auf BAföG haben folgende Personen (unabhängig von Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsstatus):

  • Studierende über 30 Jahre in Bachelorstudiengängen, bzw. über 35 Jahre im Master
     
  • Studierende, die einen Fachrichtungswechsel ohne “wichtigen Grund” nach Beginn des 4. Fachsemesters gemacht haben (vgl. § 7 Abs. 3 BAföG)
     
  • Studierende, die ohne gesetzliche anerkannte Gründe die geforderten Leistungsnachweise nicht (rechtzeitig) erbracht haben (vgl. nach § 48 Abs. 1 BAföG)
     
  • Studierende, deren Förderungshöchstdauer überschritten wurde und eine Weiterförderung ausgeschlossen ist (vgl. § 15 Abs. 2 i.V.m. § 15a BAföG)
     
  • Studierende im Urlaubssemester
     
  • Studierende, deren Ausbildungsstätte nicht anerkannt ist (vgl. § 2 BAföG)
     
  • Studierende in Teilzeit (vgl. § 2 Abs. 5 BAföG)
     
  • Studierende, die ein Stipendium erhalten, welches den gleichen Bedarf wie das BAföG abdeckt
     
  • Studierende im Zweitstudium

Weitere Informationen bieten das offizielle BAföG-Portal des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie die Plattform BAföG-Aktuell. Darüber hinaus informiert die Broschüre „Finanzielle Förderung für Schüler und Studenten“ der Arbeitskammer des Saarlands über die staatlichen Fördermöglichkeiten und hilft, die Höhe der Mittel zu errechnen.

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Wohngeld

Wohngeld ist eine staatliche Leistung, welches Haushalten mit geringem Einkommen hilft, die Wohnkosten zu tragen. Mieter/-innen erhalten das Wohngeld als Mietzuschuss von der Wohngeldstelle der örtlichen Stadt- oder Kreisverwaltung.

Studierende aus Mitgliedsstaaten der EU, des EWR sowie der Schweiz können einen Anspruch auf Wohngeld haben, wenn sie auch tatsächlich in Deutschland wohnen und entweder (1) dem Grunde nach keinen Anspruch auf BAföG haben oder (2) mit Familienmitgliedern in einem Haushalt leben, von denen nicht alle studieren (z.B. Kinder, Geschwister, Ehe- oder Lebenspartner/-innen). Darüber hinaus müssen sie über ein eigenes Einkommen verfügen, da Wohngeld nur ein Zuschuss zu den Wohnungskosten ist.

Studierende aus Drittstaaten, die mit einem gültigen Aufenthaltsstatus in Deutschland leben und die entweder (1) dem Grunde nach keinen Anspruch auf BAföG haben oder (2) mit Familienmitgliedern in einem Haushalt leben, die nicht alle studieren (z.B. Kinder, Geschwister, Ehe- oder Lebenspartner/-innen), haben ebenfalls Anspruch auf Wohngeld. Sie müssen jedoch über ein eigenes Einkommen verfügen, da Wohngeld nur ein Zuschuss zu den Wohnungskosten ist. Außerdem ist unbedingt zu beachten, dass der Bezug von Wohngeld dazu führen kann, dass die Aufenthaltserlaubnis entzogen bzw. nicht verlängert wird, da die Studierenden nicht länger ihren Lebensunterhalt selbst sichern.

Die gesetzliche Grundlage für Wohngeldberechtigungen finden Sie im § 3 Abs. 5 Wohngeldgesetz.

Die Höhe des bewilligten Wohngeldes ist abhängig von Miete und Einkommen. Es kann auch von Studierenden beantragt werden, die zur Untermiete oder in einem Studentenwohnheim leben. 

Weitere Informationen zum Wohngeld bietet der Familien Wegweiser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie das Portal Wohngeld.org.

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Stipendien

Für internationale Studierende in Deutschland existieren sehr viele verschiedene Stipendiat/-innenprogramme. Diese richten sich oftmals an besondere Zielgruppen. Hilfreiche Instrumente bei der Suche nach einem geeigneten Stipendium bieten sowohl die Stipendiendatenbank des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (auch auf Englisch und Spanisch), die Seite www.mystipendium.de als auch Der große Stipendien-Ratgeber Deutschland.

Ein besonderes Programm ist ProSALAMANDER. Dabei handelt es sich um ein Stipendienprogramm zur Nachqualifizierung ausländischer Akademiker/-innen, die einen Studienabschluss in ihrem Heimatland erworben haben, der hier jedoch nicht oder nur teilweise anerkannt wird. Die 12-18-monatige Nachqualifizierung, die mit einem BA- oder MA-Abschluss endet, übernehmen die Universitäten Duisburg-Essen und Regensburg. 

Das Diakonische Werk bietet eine Stipendienprogramm für Flüchtlinge an, die keinen BaföG-Anspruch haben.

Weitere Informationen, auch auf Englisch, bietet der Deutsche Bildungsserver.

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Finanzielle Förderung für internationale Studierende mit Kindern

Für Studierende mit Kindern existieren in Deutschland verschiedene Fördermöglichkeiten sowohl von staatlicher Seite als auch von anderen öffentlichen, privaten oder kirchlichen Einrichtungen. Da die Inanspruchnahme jedoch von der konkreten individuellen Situation abhängt, empfehlen wir Ihnen, sich vorab persönlich bei der zuständigen Einrichtung zu informieren.

Grundsätzliche gibt es folgende Leistungen für Studierende mit Kindern:

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BAföG (mit Kinderbetreuungszuschlag) und Bildungskredit

BAföG ist die Abkürzung für das Bundesausbildungsförderungsgesetz, welches die staatliche Unterstützung von Schüler/-innen und Studierenden in Deutschland regelt. Mit „BAföG“ ist umgangssprachlich meistens die finanzielle Förderung gemeint, die sich aus dem Gesetz ergibt. Das BAföG kann als Vollzuschuss (ohne Rückzahlung), Zuschuss mit Staatsdarlehen (Rückzahlung eines Teils des erhaltenen Geldes) oder Bankdarlehen gewährt werden. Die Höhe der Förderung ist von vielen individuellen Faktoren wie der Bedarfshöhe und der Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Studierenden und ihren Angehörigen abhängig. Es wird beim zuständigen Studentenwerk der Hochschule beantragt.

Mit dem Bildungskredit werden Schüler/-innen und Studierende in fortge­schrittenen Ausbildungsphasen für einen befristeten Zeitraum zinsgünstig unterstützt. Er kann auch zusätzlich zum BAföG beantragt werden. Es gelten die gleichen Förderbedingungen wie für das BAföG.

Internationale Studierende aus den Mitgliedsstaaten der EU, des EWR und der Schweiz können nach § 8 BAföG nur dann gefördert werden, wenn sie

  • ein Daueraufenthaltsrecht nach dem Freizügigkeitsgesetz/EU haben (in der Regel nach fünfjährigem Aufenthalt),
     
  • Kind, Ehepartner/-in oder Lebenspartner/in eines freizügigkeitsberechtigten Staatsangehörigen EU/EWR/Schweiz sind und somit ein abgeleitetes Freizügigkeitsrecht als Familienangehörige/-r besitzen,
     
  • als Kind nach dem Tod oder Wegzug des freizügigkeitsberechtigten Staatsangehörigen EU/EWR/Schweiz für das Studium in Deutschland verbleiben,
     
  • einen großen Teil der Ausbildung in einer deutschen weiterführenden Schule erhalten haben oder
     
  • vor Beginn des Studiums eine Beschäftigung in Deutschland ausgeübt haben, die mit dem Studium in inhaltlichem Zusammenhang steht.

Studierende aus Drittstaaten mit einer Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des Studiums erhalten in der Regel weder BAföG noch einen Bildungskredit. Doch auch hier gibt es einige Ausnahmen. Folgende Personen können gefördert werden:

  • Studierende, bei denen sich mindestens ein Elternteil in Deutschland aufhält und in den sechs Jahren, die der Antragstellung vorausgegangen sind, mindestens drei Jahre hier erwerbstätig war. Bei unverschuldeter Arbeitslosigkeit reicht eine Erwerbstätigkeit von sechs Monaten. Die genauen Bestimmungen sind in § 8 BAföG geregelt.
     
  • Studierende mit einer Niederlassungserlaubnis oder Daueraufenthaltserlaubnis-EU
     
  • Studierende, die bereits fünf Jahren in Deutschland erwerbstätig waren
     
  • Geduldete nach vier Jahren Aufenthalt
  • Inhaber/-innen folgender Aufenthaltserlaubnisse:
    • §§ 22, 23 Abs. 1, 23a, 25 Abs. 1 oder Abs. 2, 25a den §§ 28, 37, 38 Abs. 1 Nr. 2 oder § 104a AufenthG
       
    • §§ 30, 32, 33, 34 AufenthG, soweit sie Kinder, Ehe- oder Lebenspartner/innen von Zugewanderten mit Niederlassungserlaubnis sind
       
    • §§ 25 Abs. 3, 25 Abs. 4 Satz 2, 25 Abs. 5, 31 AufenthG, soweit sie sich seit mindestens vier Jahren ununterbrochen rechtmäßig, geduldet oder gestattet in Deutschland aufhalten
       
    • §§ 30, 32, 33, 34 AufenthG, soweit sie sich als Kinder, Ehe- oder Lebenspartner/-innen einer/eines Zugewanderten mit einer Aufenthaltserlaubnis seit mindestens vier Jahren ununterbrochen rechtmäßig, geduldet oder gestattet in Deutschland aufhalten
  • Türkische Studierende, von denen mindestens ein Elternteil eine Beschäftigung hat/hatte, über einen Aufenthalt verfügt, der nicht ausschließlich dazu dient, ein aufenthaltsrechtliches Verfahren zu betreiben und der/die Studierende bei den Eltern wohnt/gewohnt hat.

Keinen Anspruch auf BAföG haben folgende Gruppen (unabhängig von Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsstatus):

  • Studierende über 30 Jahre in Bachelorstudiengängen, bzw. über 35 Jahre im Master
  • Studierende, die einen Fachrichtungswechsel ohne “wichtigen Grund” nach Beginn des 4. Fachsemesters gemacht haben (vgl. § 7 Abs. 3 BAföG)
  • Studierende, die ohne gesetzliche anerkannte Gründe die geforderten Leistungsnachweise nicht (rechtzeitig) erbracht haben (vgl. nach § 48 Abs. 1 BAföG)
  • Studierende, deren Förderungshöchstdauer überschritten wurde und eine Weiterförderung ausgeschlossen ist (vgl. § 15 Abs. 2 i.V.m. § 15a BAföG)
  • Studierende im Urlaubssemester
  • Studierende, deren Ausbildungsstätte nicht anerkannt ist (vgl. § 2 BAföG)
  • Studierende in Teilzeit (vgl. § 2 Abs. 5 BAföG)
  • Studierende, die ein Stipendium erhalten, welches den gleichen Bedarf wie das BAföG abdeckt
  • Studierende im Zweitstudium

BAföG-Berechtigte erhalten einen Kinderbetreuungszuschlag von 113,- € für das erste Kind (§ 14b Absatz 1 BAföG) und 85,- € für jedes weitere Kind, wenn sie ihr Studium aufgrund von Schwangerschaft nicht länger als drei Monate unterbrechen. Neben der finanziellen Unterstützung erhöht sich auch die Förderungshöchstdauer des BAföG um maximal acht Semester/vier Jahre:

  • + ein Semester für die Schwangerschaft (=1 Semester)
  • + ein Semester für jedes der ersten fünf Lebensjahre des Kindes (=max. 5 Semester)
  • + ein Semester für den Zeitraum 6./7. Lebensjahr des Kindes (=1 Semester)
  • + ein Semester für den Zeitraum 8.-10. Lebensjahr des Kindes (=1 Semester)

Weitere Informationen bieten das BAföG-Merkblatt „Schwangerschaft und Kindererziehung“, das offizielle BAföG-Portal des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie die Plattform BAföG-Aktuell. Darüber hinaus informiert die Broschüre „Finanzielle Förderung für Schüler und Studenten“ der Arbeitskammer des Saarlands über die staatlichen Fördermöglichkeiten und hilft, die Höhe der Mittel zu errechnen.

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Elterngeld

Elterngeld ist eine finanzielle Unterstützung des Staates für Eltern, die ihr Kind in den ersten 14 Lebensmonaten vorrangig selbst betreuen. Die Elternteile können sich dabei selbst aufteilen, wer wie lange zu Hause bleiben möchte. Ein Elternteil allein kann zwischen zwei bis zwölf Monate Elterngeld beziehen. Studierende müssen ihr Studium dafür jedoch nicht unterbrechen oder die Zahl der Wochenstunden reduzieren. Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem Nettoeinkommen, das der betreuende Elternteil vor der Geburt des Kindes hatte. Studierende ohne eigenes Einkommen erhalten einen Mindestbetrag von 300 Euro/Monat.

Auch Studierende aus der EU, dem EWR und der Schweiz haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Elterngeld:

  • Sie haben Ihren Wohnsitz in Deutschland.
  • Sie erziehen und betreuen ihr Kind nach der Geburt selbst.
  • Sie sind nicht länger als 30 Stunden in der Woche erwerbstätig.
  • Sie leben mit ihrem Kind in einem Haushalt.

Studierende aus Drittstaaten mit einer Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Ausbildung (Studium, Sprachkurs, Schulbesuch) haben gewöhnlich keinen Anspruch auf Elterngeld.  Drittstaatler/-innen, die entweder eine Niederlassungserlaubnis oder eine Aufenthaltserlaubnis besitzen, die auch zur Erwerbstätigkeit berechtigt, müssen die oben genannten Voraussetzungen erfüllen, um Elterngeld zu erhalten. Bei einigen Aufenthaltserlaubnissen kommt ein mindestens dreijähriger Aufenthalt in Deutschland als Voraussetzung hinzu.

Studierende aus Algerien, Marokko, Tunesien und der Türkei haben Anspruch auf Elterngeld, wenn sie Pflicht-Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung sind.

Die zuständige Elterngeldstelle für Ihren Kreis oder Ihre kreisfreie Stadt finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Elterngeld bieten die Broschüre „Elterngeld und Elternzeit“ und der Familien Wegweiser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 

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Kindergeld

Mit dem Kindergeld unterstützt der Staat Familien mit Kindern. Es wird einkommensunabhängig gezahlt und richtet sich allein nach der Anzahl der Kinder:

  • Für das erste und zweite Kind erhalten Familien 184 Euro/Monat pro Kind.
  • Für das dritte Kind erhalten Familien 190 Euro/Monat.
  • Für das vierte und jedes weitere Kind erhalten Familien 215 Euro/Monat.

Kindergeld gibt es grundsätzlich für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr, für Kinder in Ausbildung bis zum 25. Lebensjahr sowie für arbeitslose Kinder bis zum 21. Lebensjahr.

Studierende Eltern aus Mitgliedsstaaten der EU, des EWR und der Schweiz haben den gleichen Anspruch auf Kindergeld wie Deutsche, sofern sie in Deutschland wohnen oder arbeiten.

Studierende aus Drittstaaten mit einer Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Ausbildung (Studium, Sprachkurs, Schulbesuch) haben gewöhnlich keinen Anspruch auf Kindergeld. Es gibt jedoch einige Ausnahmen:

  • Familienangehörige von Bürger/-innen aus der EU, dem EWR und der Schweiz
     
  • Studierende aus Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro und dem Kosovo können Kindergeld erhalten, wenn sie sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, Arbeitslosengeld erhalten oder in Elternzeit sind.
     
  • Studierende aus Algerien, Marokko, Tunesien, wenn sie Pflicht-Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung sind
     
  • Studierende aus der Türkei haben Anspruch auf Kindergeld, wenn sie Pflicht-Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung sind oder seit mehr als sechs Monate in Deutschland leben
     
  • Ausländische Studierende, die entweder eine Niederlassungserlaubnis oder eine Aufenthaltserlaubnis  besitzen, die auch zur Erwerbstätigkeit berechtigt/-e (ausgenommen der Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Ausbildung), dürfen ebenfalls Kindergeld in Anspruch nehmen. Bei einigen Aufenthaltserlaubnissen kommt ein mindestens dreijähriger Aufenthalt in Deutschland mit gleichzeitiger Erwerbstätigkeit als Voraussetzung hinzu.

Die zuständige Familienkasse für Ihren Kreis oder Ihre kreisfreie Stadt finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Kindergeld bieten das Merkblatt „Kindergeld“ und der Familien Wegweiser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Leistungen zur Betreuung des Kindes (Jugendhilfe)

Familien mit geringem Einkommen können vom Jugendamt ihrer Kommune oder ihres Landkreises finanzielle Unterstützung für die Betreuung ihres Kindes in einer Kindestageseinrichtung oder bei einer Tagesmutter beantragen. Die Eltern müssen sich nur beteiligen, soweit es ihre Einkommensverhältnisse zulassen. Diese Leistungen nach §§ 22 ff SGB VIII stehen allen Kindern zur Verfügung, die sich rechtmäßig oder geduldet in Deutschland aufhalten.

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Mutterschaftsgeld

Mutterschaftsgeld ist eine Leistung der Krankenkassen für werdende Mütter, die bis in die späte Schwangerschaft hinein einer sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigkeit nachgegangen sind. Auf Antrag erhalten sie es sechs Wochen vor bis acht Wochen nach der Geburt. Da das Mutterschaftsgeld an ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis gekoppelt ist, welches aufgrund einer Schwangerschaft oder Geburt unterbrochen wird, kommt es für Studierende nur selten in Frage, außer sie studieren an einer Berufsakademie.

Umfassende Informationen zum Thema bieten der Leitfaden zum Mutterschutz und der Familien-Wegweiser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Steuererleichterungen für Studierende aufgrund von Kinderbetreuungskosten

Studierende können pro Jahr zwei Drittel der Betreuungskosten für jedes Kind unter 15 Jahren steuerlich als Sonderausgaben geltend machen (max. 4.000 Euro/Kind/Jahr). Dies gilt sowohl für Alleinerziehende als auch für studierende Paare oder Paare, bei denen einer studiert und der andere erwerbstätig ist.

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Unterhaltsvorschuss

Kinder, deren Eltern getrennt leben und die von dem Elternteil, bei dem sie nicht leben, keinen (regelmäßigen) Unterhalt bekommen, können vom Staat Unterhaltsvorschuss erhalten. Dies trifft auch bei ungeklärter Vaterschaft zu. Die Leistung wird vom Jugendamt für maximal 72 Monate für Kinder unter zwölf Jahren gewährt. Für Kinder unter sechs Jahren beträgt der Unterhaltsvorschuss 133 Euro/Monat. Ältere Kinder unter zwölf Jahren erhalten 180 Euro/Monat.

Studierende Eltern aus Staaten der EU, des EWR und der Schweiz mit Wohnsitz in Deutschland haben den gleichen Anspruch auf Unterhaltsvorschuss wie Deutsche.

Studierende aus Drittstaaten mit einer Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Ausbildung (Studium, Sprachkurs, Schulbesuch) haben gewöhnlich keinen Anspruch auf Unterhaltsvorschuss. Ausnahmen sind Studierende aus Algerien, Marokko, Tunesien und der Türkei: Sie haben Anspruch auf Unterhaltsvorschuss, wenn sie Pflicht-Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung sind. Andere Drittstaatler/innen können nur dann einen Anspruch auf Unterhaltsvorschuss für ihre Kinder geltend machen, wenn sie eine Niederlassungserlaubnis oder einen Aufenthaltstitel besitzen, der zur dauerhaften Erwerbstätigkeit berechtigt. Bei einigen Aufenthaltserlaubnissen kommt ein mindestens dreijähriger Aufenthalt in Deutschland mit gleichzeitiger Erwerbstätigkeit als Voraussetzung hinzu.

Das zuständige Jugendamt für Ihren Kreis oder Ihre kreisfreie Stadt finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Kindergeld bietet der Familien Wegweiser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Wohngeld

Wohngeld ist eine staatliche Leistung, welches Haushalten mit geringem Einkommen hilft, die Wohnkosten zu tragen. Mieter/-innen erhalten das Wohngeld als Mietzuschuss von der Wohngeldstelle der örtlichen Stadt- oder Kreisverwaltung.

Studierende Eltern aus Mitgliedsstaaten der EU, des EWR und der Schweiz haben einen Anspruch auf Wohngeld, wenn sie auch tatsächlich in Deutschland wohnen über ein eigenes Einkommen verfügen, da Wohngeld nur ein Zuschuss zu den Wohnungskosten sein soll.

Studierende Eltern aus Drittstaaten, die mit einem gültigen Aufenthaltstitel in Deutschland leben und über ein eigenes Einkommen verfügen, haben ebenfalls einen Anspruch auf Wohngeld. Außerdem ist unbedingt zu beachten, dass der Bezug von Wohngeld dazu führen kann, dass die Aufenthaltserlaubnis entzogen bzw. nicht verlängert wird, da die Studierenden nicht länger ihren Lebensunterhalt selbst sichern.

Die gesetzliche Grundlage für Wohngeldberechtigungen finden Sie im § 3 Abs. 5 Wohngeldgesetz.

Die Höhe des bewilligten Wohngeldes ist abhängig von Miete und Einkommen. Es kann auch von Studierenden beantragt werden, die zur Untermiete oder in einem Studentenwohnheim leben. 

Weitere Informationen zum Wohngeld bietet der Familien Wegweiser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie das Portal Wohngeld.org.

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Stipendien

Heinrich-Böll Stiftung 

Die Stiftung richtet sich an Studierende aus aller Welt, insbesondere auch aus Osteuropa und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Bevorzugt werden Geistes-, Sozial-, Kunst- und Kulturwissenschaftler/innen sowie Studierende der Wirtschafts-, Rechts-, Ingenieur- und Naturwissenschaften, der Mathematik und des Journalismus gefördert.

Hildegardis-Verein
Der älteste Verein zur Förderung von Frauenstudien vergibt zum Einen zinsloses Studiendarlehen für katholische Studentinnen mit der Höchstsumme von 10.000 Euro. In Einzelfällen können nach diesem Modell auch ausländische Katholikinnen, die in Deutschland studieren oder sich beruflich weiterbilden, unterstützt werden.  

Konrad-Adenauer-Stiftung
Die Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung fördert deutsche und internationale Studierende mit überdurchschnittlich guten Studienleistungen. 

Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung
Das Aufstiegsstipendium unterstützt Berufserfahrene bei der Durchführung eines ersten akademischen Hochschulstudiums. Für Studierende im Vollzeitstudium beträgt das einkommensunabhängige Stipendium monatlich 670 Euro plus 80 Euro Büchergeld. 

Für internationale Studierende in Deutschland existieren sehr viele verschiedene Stipendiat/-innenprogramme. Diese richten sich oftmals an besondere Zielgruppen. Hilfreiche Instrumente bei der Suche nach einem geeigneten Stipendium bieten sowohl die Stipendiendatenbank des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes (auch auf Englisch und Spanisch) als auch die Seite www.mystipendium.de.

Weitere Informationen, auch auf Englisch, bietet der Deutsche Bildungsserver.

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