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Sprachmentoring in der Pflege (Online-Broschüre)

Einleitung

Eine neue Fortbildungsreihe ins Leben zu rufen, bedarf einer Nachfrage und wenn möglich einer Reihe von Kooperationsunternehmen, die bei der Umsetzung und in Multiplikatorenfunktion zur Seite stehen. In Brauschweig hat die AWO das IQ Teilprojekt „Berufsbezogenes Deutsch“ dabei unterstützt, die Fortbildung „Sprachmentoring in der Pflege“ im Frühjahr 2017 zu starten.

Immer mehr Beschäftigte aus anderen Herkunftsländern suchen und finden ihren beruflichen Einstieg. Unternehmen, Pflegeeinrichtungen und neue Mitarbeitende finden „zueinander“ – sowohl sprachlich-kommunikativ als auch interkulturell. Um diesen Prozess gut zu begleiten, entstand die Sprachmentoring-Fortbildung. Sie richtet sich an Beschäftigte in Unternehmen, die mit ihren beruflichen Erfahrungen, Unternehmenskenntnissen, Netzwerken und fachlichen Wissen als Mentorin oder Mentor neuen Kolleginnen und Kollegen für eine bestimmte Zeit zur Seite stehen. Sprachmentorinnen und -mentoren unterstützen dabei, den Arbeitsplatz als Sprachlernort zu nutzen.

Inhaltlich bewegt sich die Fortbildung zwischen Mentoring und einem sensiblen Umgang mit den Herausforderungen der deutschen Sprache.

Auf eine Erfahrung, die wir als Konzeptionierende und Durchführende dieser Maßnahme gewinnen konnten, möchten wir an dieser Stelle hinweisen: wenn Sie Sprachmentoring als Fortbildung anbieten möchten, dann ist es für die professionelle Weitergabe der Inhalte wichtig, dass die vermittelnden Personen über eine fundierte Coachingausbildung und über eine Qualifikation im Bereich Deutsch als Zweitsprache verfügen. Diese Kombination ist aus unserer Sicht unerlässlich, um Mentoring und Sprache angemessen zueinander zu bringen und als etwas Ganzes weiter zu vermitteln.

Für weitere Rückfragen zu Inhalten (u.a. auch zu Dokumenten wie Arbeitsblättern, Handreichungen und Präsentationen) und Terminen unserer Fortbildungsreihe steht Ihnen Kathrin Schomburg (Telefon: 0531 / 24 12-452) zur Verfügung.

Modul 1 "Sprachmentoring und Sprachkompetenzen"

Wir sprechen von Sprachmentoring, was genau bedeutet das? Und von welchen Konzepten wie Sprachunterricht, Sprach-Coaching grenzt es sich wie ab? In welchem Rahmen bewegt sich Sprachmentoring im Unternehmen? Wie verbindet sich Mentoring mit Sprache? Sprachliche Belange im Mentoring - welche Möglichkeiten und Methoden gibt es, welches Wissen ist Voraussetzung?

Modul 2 "Sprache hat viele Gesichter"

Hier sind Mentorin und Mentor gefragt: Welche innere Haltung prägt die Sprachmentoren-Rolle und warum ist die eigene Sprachsensibilität im Mentoring-Prozess unumgänglich? Wie kann im Mentoring auf sprachliche Themen und „Stolpersteine der deutschen Sprache“ eingegangen werden? Und wie sehen überhaupt die sprachlich-kommunikativen Anforderungen in der Pflege aus? Wann ist ein Thema sprachlich begründet, wann gehört es in den fachlichen Bereich?

Modul 3 "Ohne sie geht es nicht – methodische Kompetenzen"

In Modul 3 erfolgt - vor dem Hintergrund sprachlich-kommunikativer Themen - ein tieferer Einstieg in die Arbeit im Mentoring-Prozess. Worauf wird bei der Verwendung von Sprache im Mentoring Wert gelegt? Was wird unter einer ressourcen-orientierten Sprache verstanden? Und welche Methoden eignen sich, um ressourcen- und lösungs-orientiert miteinander arbeiten zu können?

Modul 4 "Kulturelle Vielfalt nutzen"

Jedes Sprachmentoring beinhaltet auch immer eine Begegnung von Werten, Kulturen und Haltungen. Modul 4 verdeutlicht dies anhand von Fallbeispielen, eigenen Wahrnehmungen und persönlichen Erfahrungen. Unterschiedliche Fragetechniken helfen im Mentoringprozess dabei, sprachliche oder außersprachlich bedingte Themen sichtbar zu machen und an ihnen zu arbeiten. 

Modul 5 "Ende gut, alles gut. Das Sprachmentoring positiv beenden"

Modul 5 beschäftigt sich mit dem Transfer der in der Fortbildung erarbeiteten Erkenntnisse in das Unternehmen als Lernort. Was bedeutet in diesem Kontext ein sprachsensibles Unternehmen? Welche Möglichkeiten haben die Teilnehmenden der Fortbildung, das eigene Unternehmen zum Sprachlernort mit und weiter zu entwickeln? Mit welcher Definition und Vorstellung von Sprachmentoring beenden die Teilnehmenden diesen Fortbildungsprozess?

Materialien

Wir haben für Sie zahlreiche Arbeitsblätter, Handreichungen und Präsentationen vorbereitet.

Sollten Sie Interesse an den Materialien haben, wenden Sie sich bitte an unsere Kollegin der Volkshochschule Braunschweig Kathrin Schomburg (Telefon: 0531 / 24 12-452).

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