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5 Fragen an... Janine Bergmann

Ein Kurzinterview mit Janine Bergmann vom IQ Netzwerk Niedersachsen, Projekt Diversity Management.

1.  Wer bist du und was ist deine Aufgabe im IQ Netzwerk?
Ich bin Janine Bergmann, 45 Jahre und an der Saale bei Magdeburg geboren. Ich setze bevorzugt meine ethnologische Brille für die Sicht auf die Dinge auf und versuche, die Perspektive zu wechseln. Mein Studium der Ethnologie begleitet mich in meinem (Berufs-)Leben. Einige meiner beruflichen Stationen: Aufbau eines integrativen Seniorenprojektes in Dortmund-Nord, Projektleitung in der Entwicklungszusammenarbeit in Asien, drei Jahre Organisationsberatung einer lokalen NGO auf Borneo. Seit einem Jahr vereine ich viele meiner beruflichen Erfahrungen in meiner Aufgabe als Trainerin im Team Diversity Management und freue mich auf weitere spannende Momente mit der Vielfaltsbrille.

2. Was war dein Aha-Erlebnis oder Wow-Moment seit du bei uns angefangen hast?
Deutsche Sprache, einfache Sprache? Sprachsensible Reflektion ist ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit. Praxisbeispiele für gelungene Kommunikation im Umgang mit internationalen Fachkräften sind für mich daher sehr willkommen. Eine vietnamesische Pflegerin beschrieb die Frisur eines Patienten mit „er hat Wind im Haar“, worauf ihre Anleiterin lachend ergänzte „ja, wir nennen das Sturmfrisur“. Geht doch! Verständigung kann so einfach sein.

3. Diversität umfasst viele Dimensionen. Gibt es ein Thema, das dir besonders am Herzen liegt – und warum?
Wir alle sind ein bunter Blumenstrauß und repräsentieren die Vielfalt des Lebens und individueller Prägungen. Wichtig ist mir beim Thema Diversität, dass sich so viele Köpfe, Augen und Herzen wie möglich dafür öffnen und erkennen, dass jeder Mensch bereits viele Potentiale in seinem Gepäck hat. Die gilt es zu erschließen und wertzuschätzen.

4. Wo siehst du noch große Handlungsbedarfe, wenn es um gleichberechtigte Teilhabe und die Wertschätzung von Vielfalt geht?
Menschen in ihrer ganzen Vielfalt wertschätzen. Mehr Frauen in Führungspositionen bringen. Gleichwertige Löhne für gleichwertige Arbeit gewährleisten, egal ob Frau oder Mann.

5. Welche Ideen oder Angebote würdest du in Zukunft gern umsetzen?
Ich würde gern daran arbeiten, auch jüngere Menschen im Umgang mit Vielfalt zu sensibilisieren. Der respektvolle und wertschätzende Umgang mit sich selbst und vor allem im Zusammentreffen mit anderen Menschen ist Einstellungssache, aber auch Prägung im Laufe eines Lebens. Ich würde gern zukünftig bei einer jüngeren Zielgruppe ansetzen, um dieser die Vielfaltsbrille und -perspektive für den Einstieg in das Arbeitsleben mit auf den Weg zu geben.

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