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5 Fragen an Katharina Loose

1. Seit wann arbeitest du bei der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstelle in Osnabrück und wie bist du genau zum IQ Netzwerk gekommen?

Im IQ Netzwerk bin ich von Anfang an dabei, also seit Juli 2011. Durch ein ESF-gefördertes Pilotprojekt BBM (Beratungsstelle für Berufsanerkennung für Migrantinnen; 2010-2011) konnte ich bei meinem Arbeitgeber, der BUS GmbH, bereits eine Expertise im Bereich der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse aufbauen. In diesem Projekt habe ich auch schon als Beraterin gearbeitet. So war der Übergang zum IQ Netzwerk für mich sehr logisch und erfreulich.

2. Was genau sind deine Aufgaben als Beraterin? Wie müssen wir uns deine alltägliche Arbeit vorstellen?

Die Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse ist ein sehr komplexes Thema…

Darunter fallen Aufgaben wie u.a. den Referenzberuf und die zuständige Behörde rauszufinden, die notwendigen Dokumente zusammenstellen, passende Übersetzer für die Heimatsprache zu suchen, geeignete Anpassungsqualifizierungen zu empfehlen, eventuell alternative Wege zu suchen, einen Plan „B“ anzubieten und, und, und… Das alles ist mein Alltag, quasi Routine.

3. Hast du selbst einen Migrationshintergrund und/oder schon einmal im Ausland gearbeitet?

Ich lebe seit 22 Jahren in Deutschland. Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf in Kasachstan. Migration, Integration, Anerkennung, Spracherwerb und Arbeitssuche - das sind alles Begriffe, die ich nicht nur vom Hörensagen kenne…

4. Was ist für dich wichtig bei deiner Arbeit und was gefällt dir dabei am besten?

Das wichtigste und gleichzeitig schönste an meiner Arbeit ist für mich etwas anderes, als das, was ich vorher beschrieben habe.

Die Möglichkeit den Ratsuchenden das Gefühl der Wertschätzung und des Selbstvertrauens zu geben und das Wissen, dass ich etwas Sinnvolles für die berufliche Zukunft eines Menschen getan habe – das gibt mir Energie und Motivation!  

5. Hat es große Veränderungen im Laufe deiner Tätigkeit gegeben?

Weil ich mich beruflich mit dem Thema seit 2010 befasse (privat noch länger), habe ich in dieser Zeit wirklich große und erfreuliche Veränderungen erlebt. Das wichtigste aus meiner Sicht, ist das neue Anerkennungsgesetz – das sog. BQFG von 2012. Und der wichtigste Punkt in diesem Gesetz ist, meiner Meinung nach: Der Rechtsanspruch auf Anerkennungsverfahren unabhängig von Staatsangehörigkeit und Herkunft.

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