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5 Fragen an… Sebastian Dietz

Sebastian Dietz

1. Wer bist du und wie bist du zu Faire Integration (FI) gekommen?

Mein Name ist Sebastian Dietz und ich arbeite seit Mai 2020 für das IQ Teilprojekt ‚Faire Integration‘ am Standort Lüneburg. Gemeinsam mit meiner Kollegin Winnie Akeri aus Hannover bin ich für die Beratungen in ganz Niedersachsen zuständig.

Davor habe ich mehrere Jahre für ein Arbeitsmarktprojekt für geflüchtete Menschen gearbeitet und diese dabei unterstützt, den Einstieg in den deutschen Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu schaffen. Auf das Projekt ‚Faire Integration‘ wurde ich durch eine Netzwerk-Kollegin aufmerksam und mich reizt daran vor allem die Kombination aus der Unterstützung von Menschen, die aus anderen Ländern zu uns nach Deutschland kommen, mit arbeitsrechtlichen Themen.

2. Was gefällt dir an deiner Position am meisten?

Mir gefällt es, Menschen, die noch nicht so lange in Deutschland leben und sich daher mit den Gepflogenheiten und ihren Rechten auf dem deutschen Arbeitsmarkt noch nicht so gut auskennen, helfen zu können. Das Beratungsangebot von ‚Faire Integration‘ verstehe ich dabei als „Hilfe zur Selbsthilfe“, d.h. ich freue mich, wenn ich diesen Menschen durch meine Beratung zu ihrem Recht verhelfen kann oder wenn ich sie im Sinne des Empowerment-Ansatzes dabei unterstützen kann, selbstständig für ihre Rechte einzutreten. Außerdem macht es mir Spaß, mich immer wieder in neue Themengebiete einzuarbeiten und ich finde es schön, durch meine Arbeit in Kontakt zu Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen der Erde zu kommen. Zudem gefällt mir die gute Zusammenarbeit mit den Kolleg*innen im bundesweiten Netzwerk.

3. Hat sich deine Arbeit in den letzten Jahren und vor allem durch Corona verändert?

Da ich erst im Mai letzten Jahres, also bereits mitten in der Coronakrise, angefangen habe für das Projekt zu arbeiten, kenne ich bislang nur den „Corona-Zustand“. Ohne Corona hätte ich sicher viel mehr Beratungen in Präsenz und vor allem mehr Informationsveranstaltungen in Nord-Niedersachsen durchgeführt. Außerdem würde ich dann die FI-Berater*innen aus den anderen Bundesländern nicht nur vom Monitor her kennen.

4. Was genau sind deine Aufgaben als Berater? Wie müssen wir uns deine alltägliche Arbeit vorstellen?

Ich berate Menschen aus den sogenannten Drittstaaten, also Menschen, die nicht aus der EU kommen, zu ihren Rechten und Pflichten im Arbeitsverhältnis und unterstütze sie dabei, ihre Rechte einzufordern. Beispielweise informiere ich sie über wichtige Aspekte des Arbeitsvertrags, überprüfe und erkläre ihnen ihre Gehaltsabrechnungen oder helfe ihnen dabei, ihre Ansprüche an den Arbeitgeber schriftlich zu formulieren. Außerdem unterstütze ich bei Bedarf ratsuchende Menschen bei der Suche nach einem geeigneten Rechtsbeistand. Zu meinen weiteren Aufgaben gehört es, Infoveranstaltungen für interessierte Gruppen zum Thema ‚Arbeitsrecht‘ (z.B. in Integrations- oder Sprachkursen) durchzuführen. Hierbei übernehme ich den nördlichen Teil Niedersachsens, während meine Kollegin Winnie Akeri für Süd-Niedersachsen zuständig ist.

5. Was wünschst du dir für die Zukunft des Projektes?

Es wäre schön, wenn das Projekt verstetigt werden könnte, da es einen wichtigen Beitrag zur Integration von ausländischen Arbeitnehmer*innen leistet und diese Menschen vor Arbeitsausbeutung schützt. Außerdem würde ich mich freuen, wenn noch mehr Menschen dieses sinnvolle Beratungsangebot in Anspruch nehmen, da ich vermute, dass viele Menschen mit Beratungs-/Unterstützungsbedarf das Angebot (noch) nicht kennen.

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