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Aktuelle Zahlen zur beruflichen Anerkennung

Statistik zum Bundesgesetz veröffentlicht

Über die Anerkennungsverfahren des Bundes wird eine amtliche Statistik geführt. Die gesetzliche Grundlage dafür ist § 17 Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG). Die Umsetzung erfolgt durch die Statistischen Ämter von Bund und Ländern. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht jährlich die neuen Ergebnisse der Statistik. Nun liegen die Daten für das Berichtsjahr 2019 vor.

Seit Inkrafttreten des Anerkennungsgesetzes des Bundes am 1. April 2012 hat es insgesamt 173.823 Anträge für eine berufliche Anerkennung im Rahmen des Anerkennungsgesetzes des Bundes gegeben. Allein im Jahr 2019 wurden 33.120 Anträge gestellt. Dies entspricht einem prozentualen Anstieg von 13,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Nur bei 2,6 % der beschiedenen Verfahren konnte keine Gleichwertigkeit festgestellt werden und die Anträge mussten abgelehnt werden.

Der Großteil der Anträge im Jahr 2019 wurde mit 64,6 % zu den Referenzberufen Gesundheits- und Krankenpfleger*in sowie Ärztin*Arzt gestellt. Damit bleiben die beiden Gesundheitsberufe mit Abstand die signifikantesten Berufe im Anerkennungsgesetz des Bundes (2018: 60 %). 71,7 % der Anträge wurden von Fachkräften mit einer beruflichen Qualifikation aus einem Drittstaat gestellt. 28,2 % der Antragstellenden verfügten über einen Abschluss aus einem Land innerhalb der EU (bzw. EWR oder Schweiz).

Die Rangfolge der drei antragsstärksten Ausbildungsstaaten hat sich im Vergleich zum Vorjahr stark verändert. Auf dem ersten Rang lag 2019 Bosnien und Herzegowina mit 3.081 Anträgen (2018: 2.880 Anträge) gefolgt von den Philippinen mit 2.589 Anträgen (2018: 1.605 Anträge) sowie Serbien mit 2.571 Anträgen (2018: 2.472 Anträge). Syrien rangiert 2019 mit 2.514 Anträgen nur auf Platz 4 (2018 auf Platz 1 mit 3.177 Anträgen). Während die Antragszahlen zu syrischen Abschlüssen demnach im Vergleich zum Vorjahr um 20,9 % sanken, gab es Zuwachs bei bosnisch-herzegowinischen um 7 % und bei den philippinischen Abschlüssen lag die Zuwachsrate sogar bei 61,4 %.

Besonders interessant ist, dass fast 30 % der Anträge als Auslandsanträge gemeldet wurden. Im Vorjahr waren es hingegen noch ca. 20 %. Damit ist auch hier ein deutlicher Anstieg zu vermerken, der durch das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz (im März 2020 in Kraft getreten) sicherlich weiter Fahrt aufnehmen wird.

Der ganze Bericht und weitere Vergleichsdaten finden Sie hier.

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