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Das Jahr 2020 für das IQ Netzwerk Niedersachsen: Eine Pandemie stellt Deutschland auf den Kopf.

Stephanie Ruch

Das Jahr 2020 war wirklich alles, aber nicht normal. Die weltweite Covid-19-Pandemie überrollte Anfang März auch Deutschland und zwang uns alle zu einer unfreiwilligen Pause. Keine Veranstaltungen, keine Meetings, kein physisches Miteinander. Die Devise: Abstand halten. Was im Privaten schon schwer genug ist, war auch im beruflichen Kontext eine große Herausforderung. Das Thema Digitalisierung und mobiles Arbeiten waren zu dem Zeitpunkt vielerorts doch noch mehr Theorie, als Praxis. So mussten Unternehmen sich zunächst neu organisieren, umstrukturieren und die digitalen Lücken schließen. Nicht nur intern für die Mitarbeiter*innen, sondern auch für externe Kunden und Partner. Neue Formate, neue Kanäle – ein völlig neues Arbeiten, auch in den Projekten des IQ Netzwerks Niedersachsen.

Nach der anfänglichen Schockstarre waren im zweiten und dritten Quartal 2020 mobiles Arbeiten im Home-Office und virtuelle Treffen mehr und mehr „The New Normal“. Auch die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstellen des IQ Netzwerks Niedersachsen haben sich auf die neue Situation eingestellt und ihre Arbeit dementsprechend angepasst. Trotzdem haben viele Ratsuchende den Weg zu IQ gefunden und konnten telefonisch, via Mail, Video-Anruf oder in Präsenz mit dem einzuhaltenden Abstand beraten werden.

Zahlen, Daten, Fakten im Überblick: Im Jahr 2020 haben sich 4.042 Personen in einer der 15 Beratungsstellen in Niedersachsen zu ihrem ausländischen Abschluss beraten lassen. 47,6 % der Beratungen wurden dabei telefonisch durchgeführt, 1,5 % per Schriftverkehr und 38,8 % wurden online per Chat oder Mail beraten. Lediglich 19,4 % der Gespräche wurden aufgrund der Maßnahmen persönlich wahrgenommen. Die meisten Ratsuchenden stammten aus Syrien (16,9 %), gefolgt von dem Iran (7,3 %) und aus Polen (6,5 %), Es haben sich mehr Männer als Frauen zur Anerkennung ihres ausländischen Abschlusses beraten lassen, insgesamt kamen 30,5 % Frauen und 67,8 % Männer in die IQ Beratungsstellen. Die häufigsten Referenzberufe für die ausländischen Qualifikationen in Niedersachsen waren:

    Lehrer*in (10,5%)

    Ingenieur*in (9,5%)

    Betriebswirt*in/Wirtschaftswissenschaftler*in (5,7%)

    Gesundheits- und Krankenpfleger*in (4,8%)

    Kaufmann*frau für Büromanagement (3,6%)

    Ökonom*in/Volkswirt*in (3,1%)

    Arzt*Ärztin (2,3%)

    Erzieher*in (1,9%)

Neben den Kolleg*innen der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung haben aber auch alle anderen Qualifizierungsmaßnahmen in Niedersachsen die jeweiligen Angebote der neuen Situation angepasst. So wurden zum Beispiel 17 Veranstaltungen mit 404 Teilnehmer*innen und 17 Schulungen mit 469 Teilnehmer*innen durchgeführt. Darüber hinaus wurden 221 Beratungen mit 224 Teilnehmer*innen für Arbeitsmarktdienstleister, Verwaltungen und Multiplikator*innen ausgeführt. 126 Beratungen mehr als im Vorjahr 2019. Zudem gab es 9 Veranstaltungen mit 157 Teilnehmer*innen für klein und mittlere Unternehmen sowie andere Wirtschaftsakteur*innen.

2020 war ein Jahr des Umdenkens. Das IQ Netzwerk Niedersachsen hat versucht diese Veränderungen anzunehmen und entsprechend darauf zu reagieren. In Krisenzeiten ist die Integration von Migrant*innen wichtiger denn je. Wir von IQ entwickeln uns stetig weiter und sind gewillt unsere Beratungen, Veranstaltungen sowie Schulungen auch in diesem Jahr weiter auszubauen und als Online-Kurse anbieten zu können. Stillstand kommt für uns nicht in Frage.

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