Zum Inhalt springen

Sie sind hier:

IQ Netzwerk bespricht Hilfen für ukrainische Geflüchtete

Akute Bedarfe und konkrete Angebote standen im Fokus des ersten großen IQ Netzwerktreffens in diesem Jahr.

[Niedersachsen] Ein marokkanischer Ingenieur aus einem Drittstaat hat in der Ukraine studiert und einen Antrag bei der Zentralstelle für ausländische Bildungsabschlüsse (ZAB) gestellt. Die Ausländerbehörde weist ihn jedoch ab. Er muss ausreisen. Eine Ukrainerin, seit 18 Monaten in Deutschland, möchte sich scheiden lassen, hat jedoch Angst vor dem Verlust des Aufenthaltstitels. Wie ist die rechtliche Situation für russische Bürgerinnen und Bürger, die politisch verfolgt werden? Diese Themen und andere Fragen standen im Mittelpunkt des ersten großen Treffens des IQ Netzwerkes Niedersachsen in diesem Jahr. Erfahrungen und Ideen im Umgang mit ukrainischen Geflüchteten waren ebenso gefragt, wie Expertise, um sichere und zuverlässige Hilfe leisten zu können. Mehrere Fachreferenten nahmen daher an dem mehrstündigen Netzwerktreffen teil und informierten bspw. über ausländerrechtliche Fragestellungen und Anforderungen im beschleunigten Fachkräfteverfahren.

Claudius Vogt, Fachreferent der GGUA in Münster und ausländerrechtlicher Experte beim IQ Netzwerk Niedersachsen, berichtete, dass die Situation der ukrainischen Geflüchteten durch die freie Wahl des Aufenthaltslandes beispielhaft positiv sei. Katrin Köhne, Projektleiterin des IQ Landesnetzwerkes informierte über konkrete Anforderungen im Zusammenhang mit dem Rechtskreiswechsel ab dem 1. Juni 2022. Für die Ukrainer*innen sei es erforderlich, sich bei den Jobcentern neu zu melden, ggf. über einen Online-Antrag, sich für eine Krankenkasse zu entscheiden und ein Bankkonto zu eröffnen. Aufgrund des Massenzustroms kann es zu Verzögerungen bei den Erstberatungen kommen, so die allgemeine Befürchtung. Das IQ Netzwerk Niedersachsen arbeitet unter Hochdruck an schnellen Lösungen, so Köhne. Am 21. Juni 2022 wird das IQ Netzwerk online eine Informationsveranstaltung für ukrainische Geflüchtete zur beruflichen Anerkennung in Niedersachsen durchführen.

Arbeitsmarktzugang und Sozialleistungen mit § 24 AufenthG (Arbeisthilfe IQ Netzwerk Niedersachsen / GGUA)

Gesetzliche Änderungen ab 1. Juni für Geflüchtete aus der Ukraine

 

 

Zurück zum Seitenanfang