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IQ Netzwerk bildet in Sachen Sprachmentoring weiter!

Viele Unternehmen suchen nach Möglichkeiten, die betriebliche Kommunikation reibungsloser zu gestalten. Im Besonderen gilt dies für Betriebe, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen, die erst wenig oder noch gar kein Deutsch sprechen und verstehen. Ein Weg ist es, dass Beschäftigte ihren neu zugewanderten Kolleginnen und Kollegen zur Seite stehen und gezielt dabei helfen, sprachliche und organisatorische Hürden zu überwinden: Beispielsweise, indem die am Arbeitsplatz gesprochene deutsche Sprache vereinfacht und erklärt wird oder dadurch, dass Möglichkeiten geschaffen werden, die „Arbeitssprache“ zu üben und auszubauen. Die neuen Mitarbeitenden bekommen also Sprachmentorinnen oder -mentoren an die Seite gestellt.

Jeder Betrieb bietet dabei viele Möglichkeiten als Lernort für Sprache. Die jeweiligen Möglichkeiten und die Anforderungen an Sprache variieren allerdings von Unternehmen zu Unternehmen, teilweise auch zwischen unterschiedlichen Abteilungen. Sprachmentoren setzen das um, was an Unterstützung zum Deutschlernen am jeweiligen konkreten Arbeitsplatz möglich und erforderlich ist, auch kulturelle Aspekte werden dabei berücksichtigt. Aber woher wissen Mentorinnen und Mentoren eigentlich, in welchen Situationen Unterstützung notwendig ist und was sie dann tun können? Oft ist eine Fortbildung dafür hilfreich, um abseits des normalen Arbeitsalltags Hürden und Lösungsstrategien zu reflektieren. Daher wird im September bereits der mittlerweile fünfte Durchgang der IQ Sprachmentoring-Fortbildung gestartet. Eine hohe Nachfrage aus Kliniken und Pflegeeinrichtungen hatte im vergangenen Jahr die erste Fortbildungsreihe „Sprachmentoring in der Pflege“ ins Leben gerufen. Die Anfragen aus Unternehmen und weiteren Einrichtungen folgten prompt, sodass eine zweite allgemeine Fortbildungsreihe „Sprachmentoring in Unternehmen“ entstanden ist.

Der Ablauf ist dabei einfach erklärt: Unternehmen stellen Mitarbeitende frei, die sich in drei bis fünf ganztätigen Modulen mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie kann ich mit meinem Wissen, meinen beruflichen Erfahrungen, meinen Netzwerken helfen, Menschen anderer Herkunftsländer, die den Einstieg ins Unternehmen geschafft haben, zu begleiten? Wie kann ich eine Beziehung auf Augenhöhe aufbauen und den anderen dabei ermutigen, den Weg ins Unternehmen nachhaltig zu finden? Sprachmentorinnen und -mentoren werden quasi zu zuverlässigen Wegbegleitern durch das Unternehmen, dessen Firmensprache, Abkürzungen und Berichtswege. Sie müssen dabei keine Experten der deutschen Sprache sein, erwerben aber eine Sensibilität für den eigenen Sprachgebrauch.

Geeignete Methoden für diese Zeit der persönlichen Begleitung werden von ausgebildeten Trainerinnen und Trainern in Form verschiedener Coaching-Tools im Laufe der Weiterbildung vermittelt. Transferaufgaben sichern die praxisnahe Anwendung mit integrierten Evaluationen. Das Interesse an dieser Fortbildungsreihe ist nach wie vor groß. Einzelne Häuser haben Mitarbeitende in diese Fortbildung entsendet und im Anschluss sogar ein hausinternes Sprachmentoren-Programm entwickelt und etabliert. Für Supervisionsanfragen steht das IQ Netzwerk in diesem Prozess begleitend zur Seite.

Mehr Informationen zum Sprachmentoring finden Sie hier.

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