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IQ Netzwerk unterstützt Erzieherin bei der Anerkennung

Karolina Janicka leitet wieder eine eigene Krippengruppe in Deutschland

Seit das Corona-Virus die Welt in Atem hält, stellt sich immer wieder die Frage, welche Berufe sind eigentlich „systemrelevant“? Gehören Erzieher*innen  dazu? Ob systemrelevant oder nicht – gerade in der letzten Zeit, in der viele Eltern gleichzeitig Home-Office und Kinderbetreuung zu bewältigen haben, wurde die enorme Wichtigkeit des Berufs mehr als deutlich. Allerdings fehlen Kinderbetreuungsmöglichkeiten nicht nur in Pandemiezeiten. Laut einer Umfrage des Niedersächsischen Städtetags von 2019 fehlen allein in Niedersachsen 16.400 Kitplätze, u.a. weil es nicht genügend Erzieher*innen gibt.

In Deutschland wird man durch eine zwei - bis vierjährige schulische Ausbildung zur*zum Erzieher*in. In vielen Ländern ist die Ausbildung zur Erzieher*in aber akademisch, dadurch kommt es in fast allen Fällen dazu, dass Defizite im Vergleich zur deutschen schulischen Ausbildung festgestellt werden. Diese Defizite gilt es auszugleichen, bevor von der zuständigen Stelle eine volle Anerkennung als Erzieher*in ausgesprochen und die Tätigkeit in Deutschland wieder ausgeübt werden darf.

Genau diese Situation kennt auch Karolina Janicka. Sie hat in Polen „Integrierte und vorschulische Bildung mit Pädagogik auf Masterniveau“ studiert, um Erzieherin zu werden. 2017 besuchte sie zum ersten Mal Martyna Bochenski bei der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstelle in Stade, um sich Unterstützung bei ihrer beruflichen Anerkennung und sprachlichen Qualifizierung zu holen. Über  das IQ Netzwerk Niedersachsen konnte sie erstmal die deutsche Sprache lernen, denn auch ein deutsches B2 Sprachniveau wird für die Anerkennung zur*zum Erzieher*in verlangt. Parallel wurde ein Antrag bei der zuständigen Stelle – der Niedersächsischen Landesschulbehörde – gestellt. Da die deutsche schulische Ausbildung lange Praxiszeiten enthält, musste Frau Janicka aufgrund ihres polnischen Studiums 600 fehlende Praxisstunden nachholen.

Mit Hilfe der IQ Beraterin fand Karolina Janicka mit dem DRK-Kindergarten „Kinderschiff“ in Hammah eine geeignete Einrichtung, um ihre Defizitstunden auszugleichen. Dafür nahm sie zeitgleich als Praktikantin und Vertretungskraft ihre Tätigkeit in der Einrichtung auf. Die benötigten Nachweise wurden im Anschluss bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde eingereicht und ihr die volle Anerkennung als Erzieherin erteilt. Und noch besser: seit dem erfolgreichen Abschluss ihres Anerkennungsverfahrens betreut Karolina Janicka als Gruppenleiterin beim DRK-Kindergarten „Kinderschiff“ eine eigene Krippengruppe und kann mehr als stolz auf ihren erfolgreichen Werdegang sein. Und in Hammah wissen wieder einige Eltern mehr, dass ihre Kinder von einer Fachkraft gut betreut werden – gerade auch in Pandemiezeiten.

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