Zum Inhalt springen

Sie sind hier:

Neues Angebot für PTA im IQ Netzwerk

Völker-Schule führt Anpassungsmaßnahmen durch

„Pharmazeutisch-technische Assistenten und Assistentinnen unterstützen Apotheker/innen bei der Prüfung und Herstellung sowie beim Verkauf von Arzneimitteln sowie Wirk- und Hilfsstoffen. Darüber hinaus führen sie einfache physiologisch-chemische Untersuchungen durch und übernehmen Verwaltungsaufgaben.“ So beschreibt die Bundesagentur für Arbeit auf Berufenet die zentralen Aufgaben von PTA – also den Pharmazeutisch-technischen Assistentinnen und Assistenten.

Selbst aus dieser eher technischen Beschreibung lässt sich erkennen, dass es sich offenkundig um eine anspruchsvolle Tätigkeit im medizinischen Bereich handelt. Denn wer möchte nicht – gerade in Zeiten der Grippewelle – eine fachkompetente Auskunft in der Apotheke des Vertrauens bekommen? Für Menschen, die diesen Beruf im Ausland erlernt haben, bedeutet das, dass sie eine offizielle Anerkennung ihres Berufsabschlusses benötigen, um auch in Deutschland Patientinnen und Patienten beraten zu dürfen. Neben den notwendigen sprachlichen Fähigkeiten setzt das voraus, dass auch das fachliche Know-how in Theorie und Praxis dem Niveau von in Deutschland ausgebildetem Fachpersonal entsprechen muss.

An dieser Stelle setzt das neue IQ Projekt an. Es richtet sich an Migrantinnen und Migranten in Niedersachen mit einem ausländischen PTA Abschluss, die bereits ein Anerkennungsverfahren durchlaufen haben und die die volle Anerkennung ihres Berufes anstreben. Für die Umsetzung der Anpassungsmaßnahmen ist die Völker-Schule aus Osnabrück verantwortlich, ein neuer Projektpartner des IQ Netzwerks Niedersachen. Nicht neu ist für den gemeinnützigen Verein dagegen die  Ausbildung und Qualifizierung von Migrantinnen und Migranten. Bereits seit 1977 werden u.a. PTA ausgebildet.
Mit dem neuen IQ Projekt soll den Teilnehmenden aber nicht nur eine qualifikationsadäquate Beschäftigung auf dem deutschen Arbeitsmarkt ermöglicht werden, sondern es wirkt gleichzeitig auch dem hohen Fachkräftemangel im medizinischen Bereich entgegen und leistet somit einen Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung. Die Anpassungsmaßnahmen werden im Rahmen einer vierjährigen Projektlaufzeit (2019-2022) erprobt. Besonderen Wert  wird dabei auf einen möglichst hohen Praxisbezug gelegt, was zum Beispiel durch die schuleigene „Übungsapotheke“ gewährleistet wird. Dort beschäftigen sich die Teilnehmenden z.B. mit Arzneimittelkunde, Medizinproduktekunde, Ernährungskunde und Diätetik oder Körperpflegekunde aber auch mit Mathe, EDV, rechtlichen Fragestellungen oder chemisch-pharmazeutische Übungen. Der Umfang der jeweiligen Qualifizierung richtet sich nach den individuellen Vorkenntnissen der Teilnehmenden und wird bedarfsorientiert aus unterschiedlichen Modulen zusammengesetzt.

Zurück zum Seitenanfang