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Praxiswoche der Teilnehmer des Vorbereitungskurses auf die Eignungs-/Kenntnisprüfung für Pharmazeuten

Blended-Learning Konzept an der Völker-Schule Osnabrück ist ein voller Erfolg

Der erste Kurs zur Vorbereitung auf die Eignungs-/Kenntnisprüfung zugewanderte Pharmazeut*innen aus Syrien, Polen, Kosovo, Serbien und Indien hat eine spannende und lehrreiche praktische Unterrichtswoche hinter sich gebracht und der zweite steht auch schon in den Startlöchern.

Blended-Learning bedeutet ein Wechsel zwischen theoretischem Online-Unterricht im virtuellem Klassenzimmer und Präsenzwochen mit praktischem Unterricht in der Völker-Schule. Zugewanderte Pharmazeut*innen bringen häufig nicht die erforderlichen Fähigkeiten und Kompetenzen für den Apothekenalltag mit. Es fehlen oft praktische Fähigkeiten für das Apothekenlabor, in der Rezeptur sowie für die Beratung in der Apotheke.

Hier setzt das Angebot der Völker-Schule an. Die insgesamt 4 Module werden als theoretischer Online-Unterricht im virtuellen Klassenzimmer abgehalten und jeweils mit einer Präsenzwoche im praktischen Unterricht an der Völker-Schule abgeschlossen. So werden die Sprach- und Fachkompetenz sowie die praktischen Fähigkeiten gleichermaßen gefördert. Diese Präsenzwoche findet für den ersten Vorbereitungskurs in dieser Woche statt. Auf dem Programm stehen praktische Übungen im Chemielabor und die mikroskopische Untersuchung von Drogenbestandteilen in der Botanik.

Im Online-Unterricht wurden die Schüler, die aus dem gesamten Bundesgebiet kommen, auf diese Praktika vorbereitet. Es fanden sich motivierte, und sehr gut vorbereitete Teilnehmer*innen in den Laboren ein, die engagiert ihre Aufgaben bearbeitet haben. „Ich freue mich sehr, dass ich wieder in meinem Beruf arbeiten kann.“ berichtet Hassan Habib, er kommt aus Syrien. Praxisrelevante Übungen, wie die Prüfungen auf Identität, werden den Schülern vermittelt und an hochmodernen Geräten wie dem Nahinfrarotspektroskop gezeigt und selbstständig durchgeführt. Sie arbeiteten Arzneibuchvorschriften ab und prüften, ob die ihnen bereitgestellten Substanzen zu pharmazeutischen Zwecken in der Apotheke verwendet werden dürften. Eine auf Praxisnähe ausgelegte Präsenzwoche, aus der die Teilnehmer*innen vieles für die zukünftige Arbeit in der Apotheke mitnehmen konnten.

„Es gefällt mir auch sehr, dass ich von zu Hause teilnehmen kann“ so Hassan Habib aus Syrien weiter. Dies ist ebenfalls ein für die Teilnehmer*innen sehr positiver Aspekt, denn sie können so bei ihren Familien sein und nach den theoretischen Unterrichtsstunden noch einen Teilzeitjob ausüben, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. „Zudem ist es eine flexible und krisensichere Unterrichtsform in Coronazeiten“, bestätigt Kerstin Engelking, Apothekerin und Kursleiterin.

Während der erste Kurs seine Präsenzwoche am Freitag beendet, startet auch schon der zweite Vorbereitungskurs. „Dies zeigt uns, wie gut der Kurs angenommen wird und welch wichtigen Beitrag dieser für die Personalgewinnung der Apotheken darstellt“, da ist sich Burkhard Pölzing, Apotheker und Leiter der Völker-Schule sicher. Der Kurs dauert insgesamt ein Jahr und ist gebührenfrei. Er wird im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, den Europäischen Sozialfonds und das Land Niedersachsen in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Bundesagentur für Arbeit gefördert. Bewerbungen bei der Völker-Schule sind jederzeit möglich. Informationen dazu sind auf der Homepage der Völker-Schule und bei uns zu finden.

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